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Rot-weiß-rote Impulse

15.07.2011

Auf eine neue Zielgruppe hat es die ÖKOMBI mit der seit 19. Juni verkehrenden ROLA-Verbindung von Wels nach Budapest abgesehen. Sie soll vor allem österreichische Transportunternehmer verstärkt auf die Schiene bringen.

Die ÖKOMBI wirft in ihrer Heimat die Angel nach neuen Kunden aus. Um die Zahl der österreichischen Transportunternehmer, die ihre Lkw regelmäßig auf die Rollende Landstraße  verfrachten, spürbar nach oben zu schrauben, ist seit Mitte Juni eine neue ROLA-Verbindung zwischen Wels und Budapest unterwegs. „Die Entfernung von 454 Kilometer ist nach unseren Marktforschungen wie geschaffen für Unternehmer aus Österreich, Deutschland, den Benelux-Staaten sowie Ungarn, Rumänien und Bulgarien“, erklärt ÖKOMBI-Geschäftsführer Franz Dirnbauer. Gerade am Heimatmarkt sieht der Bahnmanager noch deutliches Expansionspotential.

Derzeit fakturiert die ÖKOMBI nur etwa 10 Prozent aller Rechnungen an österreichische Unternehmen. Der Fahrplan der neuen ROLA sieht eine Abfahrt am Vormittag von Wels nach Budapest sowie in der Gegenrichtung von Budapest nach Wels eine Abfahrt am Abend vor. Die Preise sind wie am Brenner in fünf gewichtsabhängige Klassen aufgeteilt. „Die Abend­abfahrt konnte sich bereits nach kurzer Zeit am Markt etablieren. Bei der Tagesverbindung sind wir zuversichtlich, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in den kommenden Wochen steigert.“

ROLA-Fahrplan Salzburg-Triest verdichtet
Eine Verdichtung des Zug-Angebotes steht auf der ROLA-Achse Salzburg-Triest Hafen bevor. Ab September wird der Fahrplan um ein weiteres Zugpaar ergänzt. An Wochenenden wird zudem der Zuglauf von zwei Verbindungen auf die Strecke Regensburg-Triest Hafen ausgedehnt. Seit 14. Juli wurden die Garnituren der über die Tauernbahn verkehrenden Züge um jeweils einen Niederflurwaggon verlängert. „Das erhöht die jährliche Kapazität der Nord-Süd-Verbindung um mehr als 30 Prozent von derzeit 30.000 auf 40.000 Stellplätze“, erzählt Franz Dirnbauer. Die Auslastung der Züge liegt aktuell bei mehr als 90 Prozent.

Ebenfalls aufgestockt hat die ÖKOMBI den Fahrplan auf der Brennerachse. Der Brenner-Shuttle ist wieder mit 15 statt der davor üblichen 13 Zugpaare unterwegs. Parallel dazu fahren 8 Zugpaare pro Tag auf der Relation Wörgl-Trento. „Wie die Erfahrungen der letzten Zeit gezeigt haben, tendieren unsere Kunden am Brenner mehr zu den kurzen, als zu den langen Verbindungen.“

Mehr Kilometer auf der Schiene
Die Halbjahresbilanz der ÖKOMBI weist bei den auf die ROLA verlagerten Lkw-Kilometer eine deutliche Tendenz nach oben aus. Exakt 42.045.661 Kilometer in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres bedeuten ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Bei den beförderten Lkw geht man nach aktuellen Prognosen bis Jahresende von einem leichten Minus aus, das sich im einstelligen Prozentbereich bewegen wird. „Nachdem wir bemüht sind, die Effizient der ROLA und nicht nur die Stückzahl der beförderten Lkw zu steigern, sind wir mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden“, sagt Franz Dirnbauer.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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