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Spediteure fordern CO2-Tool

23.03.2010

Immer mehr Kunden wollen wissen, wie viel CO2-Ausstoß ihre Transporte verursachen. Große ­Logistikdienstleister haben bereits eigene Methoden entwickelt, die Transportemissionen zu ­berechnen – eine einheitliche Messmethode fehlt allerdings. Die Spediteure fordern nun eine ­Normierung. Auch das Güterbeförderungsgewerbe ist betroffen.

Immer öfter kommt es vor, dass insbesondere global agierende Verlader für idente Transporte unterschiedliche Emissionsdaten kalkuliert und übermittelt bekommen. Petra Petschenig, Umweltmanagerin von DB Schenker Österreich und Südosteuropa: „Eine immer größere Zahl unserer Kunden will ihre Shareholder und Kunden darüber informieren, welche Emissionen ihre Transporte verursachen. Wir müssen daher wissen, wieviel CO2 emittiert wird und brauchen ein einheitliches Messsystem.“

Rasche Normierung durch EU
Der Zentralverband Spedition & Logistik (ZV) fordert daher eine möglichst rasche einheitliche Vorgangsweise in der Emissionsberechnung und unterstützt entsprechende Bestrebungen weniger auf nationaler als vor allem auf europäischer Ebene. „Diese muss aber nicht, wie leider jüngst mit der Ausschreibung eines Grundlagenforschungs-Auftrags der EU geschehen, bei Null beginnen, sondern soll vorhandene Messsysteme heranziehen, um so rascher zu einem einheitlichen Berechnungsansatz zu kommen“, erklärt Petra Petschenig.
Wirken soll die Emissionsnorm aber nicht nur für Logistiker und Transporteure, sondern auch für deren Technologie-Zulieferer, meint Stefan Krauter, cargo-partner Eigentümer, und im ZV für „Sustainable Mobility“ verantwortlich: „Wir brauchen auch die entsprechenden Technologien und dafür braucht es Rahmenbedingungen, die deren Entwicklung unter­stützen.“

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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