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Tirol: Transporteure zeigen Sinnlosigkeit des Nachtfahrverbots auf

30.04.2010

Das Jahr 2009 war das schlimmste Jahr, an das ich mich erinnern kann! Diese traurige Bilanz zog der Tiroler Spartenobmann Gottfried Strobl anlässlich der Präsentation des Wirtschaftsberichts. Die Umsatzrückgänge der Tiroler Transporteure im internationalen Verkehr betrugen zwischen 30 und 40 Prozent.

Beim Verkehr über den Brenner mussten im Vorjahr Rückgänge um bis zu 30 Prozent in Kauf genommen werden. Gerade auf dieser Strecke, wo früher vorwiegend Tiroler und italienische Transportunternehmer im Einsatz waren, fahren nun in der Mehrzahl Lkw aus ganz Europa.

Lediglich im regionalen Verkehr konnte sich die Branche relativ gut behaupten und zumindest auf Ebene der kleineren Betriebe die Mitarbeiterzahl halten. Natürlich ist die allgemeine wirtschaftliche Situation für die triste Lage der Tiroler Transporteure mit verantwortlich. Wenn weniger erzeugt wird, ist auch weniger zu transportieren.

 

Europaweit meiste Fahrverbote

Zusätzlich aber macht die Tiroler Landespolitik den Transporteuren das Leben schwer, wie Spartengeschäftsführer Josef Ölhafen kritisiert: „Wir haben in die Tirol die meisten Fahrverbote von ganz Österreich, im Verhältnis vermutlich sogar europaweit. Deshalb heben wir immer wieder den Finger auf, wenn jeder Bürgermeister seine eigenen Fahrverbote haben will. Denn irgendwann funktioniert die Verteilung der Waren, die in Umschlagzentren in Tirol in der Nacht erfolgt, nicht mehr."

Den Transporteuren ist dabei besonders das Tiroler Nachtfahrverbot ein Dorn im Auge. „Das muss sofort aufgehoben werden“, fordert Strobl. Schließlich sei mittlerweile bewiesen, dass nicht der Lkw-Verkehr für die schlechte Luftqualität in Tirol verantwortlich gemacht werden kann. „Obwohl der Verkehr um ein Viertel zurückgegangen ist, hat sich die Luft nicht verbessert“, zeigte Strobl auf. Für die Transporteure ist dies ein gravierendes Argument, das nächtliche Fahrverbot zu kippen.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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