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Europas Transporteure profitierten im zweiten Quartal 2015 von gestiegenen Preisen und hoher Nachfrage.

Transportpreise gestiegen

01.09.2015

Die Nachfrage am europäischen Transportmarkt hat im zweiten Quartal 2015 kräftig angezogen: Transporeon vermeldet die höchsten Transportpreise seit 2008, das TimoCom-Transportbarometer weist den höchsten Frachtanteil seit 2012 aus. 

So habe das TimoCom Transportbarometer zu einem lange vermissten Höhenflug angesetzt. Mit einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 54:46 wurden die Zahlen des guten Jahresstarts laut den TimoCom-Verantwortlichen eindrucksvoll bestätigt. Schon im April stieg der Frachtanteil auf dem europäischen Transportmarkt demnach um fast 13 Prozentpunkte auf 53 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Mai legte noch weiter zu. Mit einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 59:41 lag das TimoCom Transportbarometer weit über dem Wert des Vorjahrs (48:52). Ganze 10,6 Prozent mehr Frachtaufträge sorgten für Hochstimmung bei Anbietern von Laderaum. Mit ein Grund dafür waren u.a. die zwei großen Güterverkehrs-Bahnstreiks in Deutschland, wie TimoCom-Chef Marcel Frings bestätigt: „Benötigte Bahnkapazitäten wurden stillgelegt und der Lkw musste aushelfen. Für innerdeutsche Transporte stand das TimoCom Transportbarometer tagelang bei einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 85:15.“ Profiteure des Streiks waren seiner Meinung nach übrigens Transportdienstleister aus ganz Europa, die zur Bedarfsdeckung nach Deutschland kamen.  

Die Verlader-orientierte Transportplattform Transporeon vermeldet indes ein „Allzeithoch“ bei den Transportpreisen seit der Krise 2008: Demnach stieg der Transportpreisindex im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum ersten Quartal um 10,4 Prozent. Der Dieselpreisindex stieg zuletzt zwar ebenfalls leicht an, liege aber noch immer rund 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. „Der Trend niedriger Kapazitäten, der sich bereits zu Jahresbeginn abzeichnete, setzte sich im zweiten Quartal fort“, kommentiert Transporeon-Geschäftsführer Peter Förster, „unsere Verlader-Kunden bekommen diesen Trend bestätigt, zum Beispiel durch eine erschwerte Suche nach Transportdienstleistern für ihre Aufträge.“

Nach den traditionell eher schwachen Monaten Juli und August prophezeit TimoCom-Manager Frings übrigens wieder einen positiven Verlauf: „Ab September zieht das Geschäft wieder an und die Fracht übersteigt die Kapazitäten am Markt.“ 

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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