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Treibstoffkosten weiterverrechnen

22.12.2004

Die österreichische Wirtschaft, im besonderen die Transporteure, sind seit Monaten mit ständig steigenden Dieselpreisen konfrontiert. Bedenkt man, dass der Treibstoffkostenanteil an den Gesamtkosten je nach Einsatz bei bis zu 25 Prozent liegt (im Fernverkehr sind es im Schnitt 22,7 Prozent bzw. im Nahverkehr 14,3 Prozent) so liegt es auf der Hand, dass diese Kosten keinesfalls vom einzelnen Transportbetrieb getragen werden können sondern an die Auftraggeber weiterverrechnet werden müssen.

Den heimischen Transportunternehmern hat das Jahr 2004 in erster Linie einen gehörigen Kostenschub gebracht: Laufende Lkw und Ersatzinvestitionen, Reparatur- und Instandhaltungskosten, Fremdkapitalzinsen (besonders durch die Einführung von Basel II bzw. dem höheren Fremdkapitalbedarf aufgrund des Road Pricings) – alles Kosten die gestiegen sind, dazu noch die kollektivvertragliche Personalkostenerhöhung um 2,7 Prozent. Die Kostenbestandteile sind freilich betriebsindividuell verschieden und verursachen unterschiedliche Kostensteigerungen – trotzdem kann man von durchschnittlichen Kostensteigerungen für Transportunternehmen in Höhe von 5 bis 6 Prozent für die ersten sieben Monate des laufenden Jahres ausgehen. Nicht berücksichtigt dabei sind Maut und Mautzusatzkosten sowie die Versicherungskosten, denn die Versicherungsprämien sind ebenfalls teils drastisch erhöht worden. „Überprüfen Sie daher Ihre Lkw-Kalkulation und beachten Sie, dass die relevanten Kostensteigerungen weit über dem Verbraucherpreisindex liegen“, betont Mag. Rudolf Bauer vom Fachverband Güterbeförderung.

Instrumentarien zur Treibstoffpreis-Darstellung
Der Fachverband Güterbeförderung hat in enger Kooperation mit sachverständigen Betriebsberatern und der International Road Transport Union (IRU/Genf) einige Instrumentarien zusammengestellt um die ständig steigenden Treibstoffpreise darstellen zu können um als Basis für die Weiterverrechnung zu dienen:
Als Informationsquelle eignet sich besonders der Treibstoffpreismonitor des Wirtschaftsministeriums (BMWA) im Internet unter ww.bmwa.gv.at/BMWA/Service/Benzinpreismonitor/default.htm
Von Anfang September bis Anfang Oktober sind die Dieselpreise um 4,48 Prozent angestiegen und Anfang Jänner bis Anfang Oktober um 17,12 Prozent. Weiters hat die IRU eine Berechnungstabelle entwickelt mit deren Hilfe Treibstoffzuschläge sehr einfach berechnet werden können. Eine Excel Datei zur Selbstkalkulation ist via email beim Fachverband zu beziehen.
Um die betriebseigene Kalkulation transparenter darstellen zu können sind durchschnittliche Kostenpositionen nötig: Auch hier gibt es Infos zu Nah- und Fernverkehr beim Fachverband. Mit dem Nahverkehrsindex unter http://www.aisoe.org/aisoe/download/Transportkostenindex.pdf versucht der Fachverband zudem immer die aktuellsten Kostenveränderungen abzubilden.
Diese Informationen werden auch auf der Internetseite www.dietransporteure.at verfügbar gemacht und laufend aktualisiert.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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