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Wünsche an die neue Verkehrsministerin

07.01.2020

Kommentar von Alexander Klacska

Alexander Klacska
Zur Person

Alexander Klacska ist Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKO. Diese ist unter der E-Mail-Adresse bstv@wko.at erreichbar.

Klimaziele und Arbeitskräftemangel – was wir uns von der neuen Regierung erwarten.

Die Erreichung der Klimaziele wird eines der zentralen Themen der neuen Bundesregierung sein. Die Verkehrswirtschaft hat eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um die ambitionierten Ziele der CO2-Reduktion zu erreichen. Es braucht massive Anreize (finanzielle Förderungen, Anpassung der Steuer- und Abgabensätze, Verbesserung der Rahmenbedingungen) zur Entwicklung und Nutzung CO2-armer und alternativer Technologien, sowie den bedarfsgerechten Aufbau der Ladeinfrastrukturen. Tarifanreize – oder noch besser – Befreiungen bei der fahrleistungsabhängigen Maut sollen nicht nur für reine Elektro- und Wasserstofffahrzeuge, sondern auch für gasbetriebene (LNG, CNG) Fahrzeuge gelten. Auch Autobusse sollen endlich eine eigene Mautkategorie erhalten. Maßnahmen zur Attraktivierung des Kombinierten und Öffentlichen Verkehrs sowie der Stärkung von Schiene und Binnenschifffahrt zur Nutzung des Verlagerungspotentials müssen umgesetzt werden. Einheitliche Regelungen bei Lkw-Fahrverboten in ganz Österreich würden ebenfalls zur CO2-Reduktion beitragen. Durch Umwegverkehre entsteht jährlich ein zusätzlicher CO2-Ausstoß von bis zu 500.000 Tonnen.

Lenkermangel

Besonders rasch muss sich die neue Bundesregierung auch dem Thema Arbeitskräftemangel annehmen, der sich mittlerweile durch den gesamten Mobilitätssektor zieht. Um beispielsweise das Problem des Lkw-Lenkermangels in den Griff zu bekommen, sind Maßnahmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung gefragt. Dazu zählt eine Verkürzung des Lehrberufs Lkw-Lenker inklusive der Möglichkeit, den Lkw-Führerschein mit 17 zu machen, um die jungen Leute zum Zeitpunkt der Berufsentscheidung zu erreichen. Zusätzlich braucht es finanzielle Mittel, um den Beruf entsprechend zu bewerben. Schon unter Verkehrsminister Stöger gab es die Zusicherung, große Teile der Einnahmen aus den externen Kosten bei der Lkw-Maut der Branche für Aus- und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen. Dieses Versprechen muss endlich eingelöst werden! 

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