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Zu hohe Ausfallsquote

05.02.2019

Die Auslastung der „Rollenden Landstraße“ ist stark rückläufig. Sie habe zu viele Schwächen, so die Kritik.

Das behauptet zumindest Franz Hörl, Nationalratsabgeordneter und Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes. Er sieht dringende Verbesserungen bei der ROLA (so die Abkürzung für die Rollende Landstraße) als wichtigen verkehrspolitischen Auftrag für 2019. „Derzeit gibt es im laufenden Betrieb zu viele Schwächen, die eine Attraktivierung der Schiene erheblich erschweren“, so Hörl. Als Beispiel nennt er eine Ausfallsquote der Züge von bis zu 40 Prozent. Auch die Blockabfertigung und die Kontrollen der ASFINAG sowie jene an der Grenze Richtung Bayern sorgen immer wieder dafür, dass Lkw die gebuchten Züge nicht rechtzeitig erreichen. „Dies alles trägt dazu bei, dass die RoLa nicht im gewünschten Volumen genützt wird. Schließlich bezeichnen auch die Frächter die Unzuverlässigkeit als größtes Hindernis“, betont Hörl nach einem Gespräch mit den ROLA-Verantwortlichen.

„Wichtigstes Ziel muss es sein, die Kapazität von 200.000 Stellplätzen bestmöglich zu nützen und schnellstmöglich auszubauen. Dazu braucht es ein modernes Buchungssystem, flexible Umbuchungsmöglichkeiten, kurze Intervalle und vor allem Verlässlichkeit“, so Hörl. Deutlichstes Zeichen für den Handlungsbedarf sei die Tatsache, dass die Auslastung 2010 noch bei 160.000 Lkw lag und bis heute auf 110.000 gesunken sei.

 

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