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Zusätzliche Waggons im Einsatz

15.06.2010

Die ÖKOMBI stockt rechtzeitig vor Inkrafttreten der vierten Stufe des sektoralen Fahrverbots in Tirol das Platzangebote auf den ROLA-Verbindungen über den Brenner auf. Ab sofort ist jeder Zug mit 21 Waggons unterwegs.

Wenn am 1. Juli 2010 die vierte Stufe des sektoralen Fahrverbots auf der Inntalautobahn (A12) in Kraft tritt, hat die ÖKOMBI die notwendigen Vorbereitungsarbeiten längst abgeschlossen. Etwa 20.000 Lkw soll das Fahrverbot, das Transit-Transporte von Eisenerzen, Nicht-Eisenerzen, Marmor und Travertin durch Tirol betrifft, zusätzlich auf die Rollende Landstraße bringen.

„Um für das zu erwartende Zusatzaufkommen auf unseren Zügen gerüstet zu sein, haben wir alle Garnituren, die zwischen Wörgl und Trento bzw. Regensburg und Trento verkehren, um einen Niederflugwaggon verlängert“, erklärt ÖKOMBI-Geschäftsführer Franz Dirnbauer. Mit einer Gesamtlänge von knapp unter 450 Meter finden auf jedem Zug damit 21 und nicht mehr wie bisher 20 Lkw Platz.

Die täglich 38 Züge des Brenner-Shuttles, von Wörgl bis zum Brenner, sind vom zusätzlichen Platzangebot nicht betroffen. „Aus Infrastruktur-Gründen bleiben die Anzahl der Waggons in diesen Zügen unverändert, da die maximale Nutzlänge des Stammgleises am Bahnhof Brenner, auf dem die ROLA-Garnituren einfahren, bereits jetzt zur Gänze genutzt wird.“


Nachfrage steigt wieder

Das Verkehrsaufkommen auf den Zugverbindungen der Brenner-Achse ist in den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres um etwas mehr als 15 Prozent gestiegen. Bis zum 31. Mai hat die ÖKOMBI auf dieser Relation 103.383 Lkw befördert. Das Gesamtaufkommen auf allen von der Rollenden Landstraße bedienten Destinationen ist im Vergleichszeitraum um 18,5 Prozent gestiegen.

„Trotz den bevorstehenden, zusätzlichen Einschränkungen auf der Straße sind wir natürlich stolz darauf, dass gut zwei Drittel unserer Kunden die ROLA aus freien Entschlüssen nutzen und nicht weil sie müssen“, unterstreicht Dirnbauer.

Als eindeutigen Indikator dafür nennt er die durchwegs hohe Auslastung der Lkw, die auf der Brenner-Achse mit der Rollenden Landstraße unterwegs sind. 60 Prozent haben ein Gesamtgewicht bis zu 40 Tonnen, die restlichen 40 Prozent nutzen die im Vor- und Nachlaufverkehr gegebene Möglichkeit der höheren Gesamtgewichte und fahren mit 42 bzw. 44 Tonnen.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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