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Zusammenhalt hält

21.11.2019

Kommentar von Peter Fahrner

Peter Fahrner
Zur Person

Peter Fahrner ist Obmann der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe Steiermark. Diese ist unter der E-Mail-Adresse befoerderung.gueter@wkstmk.at erreichbar. 

Ein Wortspiel, das sich auf viele Bereiche anwenden lässt, aber gerade in unserer Branche im Hinblick auf so manche Insolvenz noch mehr an Gewicht erhält.

Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Einflüsse, die einem Unternehmen die Luft abschnüren können, Zusammenhalt im richtigen Moment jedoch lässt frei atmen.
Leider gibt es nur allzu oft ein „böses“ Spiel der Mächte, Transportunternehmen fahren seit Jahren für einen Auftraggeber, eine Spedition/ein Bau­unternehmen/Industrie etc., es wird ein größerer Auftrag oder mehr Volumen versprochen, der Transporteur möchte seinen Kunden unterstützen und vergrößert/adaptiert/investiert entsprechend. 
Leider werden Kunden mit „Handschlagqualität“ und „MenschSein“ immer weniger, denn genau zu diesem Zeitpunkt, wo der Frächter am verwundbarsten ist, wird sehr häufig Druck auf den Preis ausgeübt.
Was tun? Ablehnen und alles fällt auseinander und wo so schnell neue Geschäfte lukrieren?
Nachgeben, um die Zahlungen bedienen und die Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können? 
Oder die Aufträge an den Mitbewerb verlieren, wo viele nur auf einen solchen Moment warten, um beim Kunden seines Branchenkollegen den Fuß in die Tür zu bringen, der naiven Meinung, ihre Position dadurch verbessern zu können?

Mehr Fairness!

Hier kann ich nur wieder den Appell für mehr Zusammenhalt und Fairness an Euch richten!
1. Macht euch nicht von einem oder wenigen Auftraggebern abhängig. Mehr Auftraggeber bedeuten ein breiteres Standbein.
2. Die Ausfinanzierung von Investitionen sollte nicht durch ein künftiges Geschäft hinterlegt sein.
3. Setzt auf Kalkulation und nicht auf den Preis des Mitbewerbs. 
Abschließend: Auch ich habe in meiner langjährigen Transportunternehmer-Laufbahn diese bittere Erfahrung gemacht bzw. meine Lehre daraus gezogen, vergesst nicht, der Kunde ist König solange er sich wie ein König verhält. 

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