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Deutsche Autoproduktion sinkt auf 45-Jahres-Tief

13.01.2021

Die Corona-Krise hat die Pkw-Nachfrage weltweit einbrechen lassen. Darunter leiden auch die deutschen Autofabriken. Entsprechend darmatisch ist die Produktion zurückgegangen. 

Trotz eines versöhnlichen Dezembers mit einem deutlichen Plus bei den Neuzulassungen fällt die Jahresbilanz der deutschen Autoindustrie bescheiden, ja geradezu alarmierend aus: Im Gesamtjahr 2020 kam der Inlandsmarkt auf ein Niveau von 2,9 Mio. Pkw. Das entspricht einem minus von 19 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. 

Die Neuzulassungen sind im Jahr 2020 somit um knapp ein Fünftel gesunken, wie Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betont. Der Absatzeinbruch sei nicht nur wirtschaftlich für die Automobilindustrie schwierig, sondern auch schlecht für die Klimabilanz. Schließlich verzögere sich dadurch die Erneuerung des Auto-Bestandes, ältere Wagen blieben länger auf den Straßen.

Deutsche Kunden haben ausgelassen

Im Dezember gingen bei den deutschen Herstellern 16 Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland ein. Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2020 liegt der inländische Auftragseingang 17 Prozent im Minus. Besser lief es im Auslandsgeschäft: Hier verbuchten die deutschen OEM im Dezember ein stabiles Ordervolumen (±0 Prozent), im Gesamtjahr 2020 wurden 11 Prozent weniger Pkw von Kunden aus dem Ausland bestellt.

Den Verkaufszahlen entsprechend blieb auch die Pkw-Inlandsproduktion 2020 mit 3,5 Mio. Einheiten deutlich unter dem Vorjahreswert, konkret um 25 Prozent. Damit erreichte die Autoproduktion in Deutschland im Jahr 2020 das niedrigste Volumen seit 45 Jahren. Für das neue Jahr ist der Verband trotz aller Sorgen rund um die Corona-Pandemie indes durchaus zuversichtlich: „Für 2021 rechnen wir mit einer Erholung des deutschen Pkw-Marktes. Dennoch dürfte das sehr starke Vor-Corona-Niveau vorerst nicht erreicht werden“, sagt VDA-Präsidentin Müller. 

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