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Zeit ist Geld – umso wichtiger ist es, dass in Kalkulationssystemen korrekte Zeitaufwände hinterlegt sind.

Fokus auf die Arbeitszeiten

10.02.2021

In Zusammenarbeit mit der Bundesinnung Fahrzeugtechnik und der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) gestaltet die KFZ Wirtschaft eine Serie zur Vermeidung von Fehlern und Mängeln in den Arbeitszeiten. Diesmal mit Bundesinnungsmeister-Stellvertreter Manfred Kubik. 

Es ist besser geworden, wir haben zuletzt schon etwas mehr Meldungen gehabt“, freut sich Manfred Kubik. Der Bundesinnungsmeister-Stellvertreter der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik und oberster Interessenvertreter der Karosseriebautechniker sieht aber noch viel Potenzial nach oben, was die Mitarbeit der Betriebe in Sachen IFL betrifft. Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) wurde 2007 als Interessenvertretung für die Karosserie- und Lackierbranche gegründet. Ziel ist es, Fehler und Mängel in den Arbeitszeiten in den gängigen EDV-gestützten Kalkulationssystemen (Eurotax, Schwacke, DAT, Audatex) zu ermitteln und im Dialog mit den Schadenskalkulationsanbietern und Automobilherstellern abzustellen. 

Werkstatt bleibt auf Mehraufwand sitzen

„Wir müssen die Leute noch mehr sensibilisieren. Dass sie sagen ,Für die Windschutzscheibe habe ich jetzt nicht 2,3 Stunden gebraucht, sondern vielleicht 2,5 Stunden‘“, sagt Kubik, der seinem Vorgänger Erik Paul Papinski auch im Vorstand des Weltverbandes der Karosseriebauer AIRC nachfolgt. „Es gibt zum Beispiel ein Modell – ich glaube, es war ein Seat Alhambra, von dem mir ein Kollege einmal erzählt hat –, da musst du die Verkleidungen der A-Säule links und rechts herunternehmen, sonst bekommst du die Frontscheibe nicht heraus. Das ist aber bei den Datenanbietern nicht hinterlegt. Und dann sagt möglicherweise der Sachverständige, der die Rechnung prüft, dass das laut Eurotax nicht notwendig ist. Letztendlich bleibt die ­Werkstätte auf dem Arbeitsaufwand sitzen. Deshalb ist es so wichtig, solche Dinge in das IFL-System ein­zupflegen.“ 

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
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