Der Premiumreifenhersteller Bridgestone hat mit der vollständigen Inbetriebnahme eines Fahrsimulators einen wichtigen Meilenstein in der Reifenentwicklung erreicht.
Der VI-grade DiM500 Driver-in-the-Loop (DiL)-Simulator, der im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Bridgestone in der Nähe von Rom installiert wurde, ermöglicht es, die Reifenleistung in einer vollständig virtuellen Umgebung zu bewerten. „Bridgestone gilt bereits als Pionier in der digitalen Reifenentwicklung – seit mehr als einem Jahrzehnt nutzt das Unternehmen virtuelle Entwicklungstechnologien. Durch die Integration des Fahrers in den digitalen Entwicklungszyklus fügt diese Investition unserem sich weiterentwickelnden Ökosystem ein entscheidendes neues Element hinzu“, sagt Mattia Giustiniano, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei Bridgestone West.
Der Simulator verfügt über ein Cockpit aus Kohlefaser, wodurch der Fahrer in eine hyperrealistische Umgebung eintaucht, die das Fahren in der realen Welt nachahmt. Dieser Bewegungsbereich ermöglicht die Reproduktion von Kräften, die denen physikalischer Tests entsprechen, und erlaubt so eine hochpräzise Analyse.
Durch die Kombination von High-Fidelity-Simulationen mit subjektivem Fahrer-Feedback – zusammen mit historischen Daten und künstlicher Intelligenz (KI) – ermöglicht diese neue Funktion frühere und genauere Designentscheidungen. Damit kann Bridgestone eine deutlich größere Anzahl von Reifenspezifikationen als bei herkömmlichen physikalischen Tests in kürzerer Zeit und unter einer größeren Bandbreite von Bedingungen bewerten. Physikalische Tests, die nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses von Bridgestone ausmachen, werden für die letzten Phasen der Reifenvalidierung reserviert.
Durch die Einführung des neuen neuen DiL-Simulators sollen jährlich bis zu 12.000 Versuchsreifen eingespart werden.