Wie Austrian Standards informiert, wurden Mitte März die neuen Ausgaben der ÖNORM V 5100 für einspurige Kraftfahrzeuge sowie der ÖNORM V 5101 für mehrspurige Fahrzeuge veröffentlicht. Ergänzt werden sie durch die bereits 2025 aktualisierte ÖNORM Z 1020 für Erste-Hilfe-Koffer in Arbeitsstätten und auf Baustellen. Für alle Regelwerke gelten großzügige Übergangsfristen: Fahrzeugausstattungen können bis März 2028 umgestellt werden, im betrieblichen Bereich läuft die Parallelphase noch bis Oktober 2027. Damit bleibt ausreichend Zeit, bestehende Ausstattungen im Zuge regulärer Ersatzbeschaffungen anzupassen.

Vereinfachte Ausstattung im Fahrzeug

Die Anpassungen bei den Fahrzeugnormen zielen vor allem auf eine bessere Handhabung im Ernstfall ab. Erste-Hilfe-Sets sollen übersichtlicher gestaltet und leichter anwendbar sein. Auch die Inhalte wurden aktualisiert. Neu aufgenommen wurden Desinfektionstücher sowie bei mehrspurigen Fahrzeugen FFP2-Masken. Gleichzeitig wurde das Verbandmaterial vereinheitlicht, etwa durch standardisierte Größen bei Mullbinden und Verbandpäckchen.

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Einheitlicher Erste-Hilfe-Koffer in Betrieben

Auch im Arbeitsbereich bringt die überarbeitete ÖNORM Z 1020 wesentliche Änderungen. Statt mehrerer unterschiedlicher Koffertypen wird künftig ein einheitlicher Erste-Hilfe-Koffer mit einem Volumen von 12 Litern vorgesehen. Der Inhalt wurde ebenfalls harmonisiert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Neben einheitlichen Verbandgrößen wurden zusätzliche Komponenten wie FFP2-Masken, Desinfektionstücher und Kältesofortkompressen integriert.

Mehr Flexibilität gibt es bei der Platzierung der Koffer: Entscheidend ist künftig, dass Erste Hilfe innerhalb von drei Minuten möglich ist. Die Anzahl der benötigten Koffer wird nicht mehr pauschal vorgegeben, sondern ergibt sich aus der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung im Betrieb.

Schrittweise Umstellung ohne Zusatzaufwand

Die neuen Regelungen bedeuten keine sofortige Austauschpflicht. Durch die langen Übergangsfristen können Anpassungen schrittweise erfolgen, etwa wenn Materialien ablaufen oder ohnehin ersetzt werden müssen. Standardisierte Inhalte, klar definierte Koffergrößen und reduzierte Varianten erleichtern die Umsetzung.