Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) betrug 2,2 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite erreichte 4,6 Prozent vom Umsatz gegenüber 5,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis belasteten vor allem Sondereffekte im Mobility-Geschäft. Trotz vieler konjunktureller und geopolitischer Unsicherheiten bestätigt Bosch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. „Mit einem soliden Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sehen wir uns auf der Zielgeraden für 2026, brauchen aber noch einen starken Endspurt“, sagte Markus Forschner, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Daher verfolgen wir unsere eingeleiteten Strukturanpassungen und Kostenarbeit konsequent weiter, um auch künftig hohe Vorleistungen für Zukunftstechnologien erbringen und Wachstumschancen nutzen zu können.“
Ausblick H2 2026: Wettbewerbsfähigkeit und robuste Aufstellung
Im wichtigen Automobilsektor erwartet Bosch für 2026 erneut weltweit rückläufige Produktionszahlen bei Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen, während die Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen leicht wächst. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Bosch unverändert mit einem Umsatzwachstum im Korridor von zwei bis fünf Prozent. Die operative EBIT-Rendite soll vier bis sechs Prozent erreichen.
Entwicklung nach Regionen
Das globale Wachstum verlangsamte sich im ersten Halbjahr 2026 angesichts der erheblichen geopolitischen Spannungen. Vor allem der Krieg im Nahen Osten und der anhaltende Krieg in der Ukraine belasteten das weltweite Marktumfeld. In allen Regionen dämpften Wechselkurseffekte die Umsatzentwicklung. In Europa stiegen die Erlöse um 1,4 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 beschäftigte die Bosch-Gruppe 406 225 Menschen und damit 6 549 Mitarbeitende weniger als zum Stichtag 31.12.2025. Der Personalrückgang betraf alle Unternehmensbereiche, überproportional jedoch Mobility. Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl in Europa.
