Die höchsten Abweichungen zur angegebenen Reichweite lagen bei fast 46 Prozent, etwa bei Opel Grandland und Lucid Air Grand Touring, die niedrigste bei knapp unter 30 Prozent – bei MG S6 und Hyundai Inster. Im Durchschnitt lag die Abweichung bei knapp 38 Prozent unterhalb der WLTP-Reichweite”, fasst ÖAMTC-Techniker Florian Merker zusammen.

Die tatsächlich gefahrenen Kilometer lagen zwischen 224 (Suzuki eVitara) und 520 Kilometern (Lucid Air Grand Touring). “Die Daten zeigen, wie wichtig eine gute Streckenplanung und die Verfügbarkeit von Ladestationen für E-Autofahrer im Winter sind – besonders bei sehr niedrigen Temperaturen”, betont der ÖAMTC-Techniker. Das belegt auch der parallel durchgeführte Ladetest.

Gute Ergebnisse beim Ladetest

Beim Aufladen erreichten 13 der 24 getesteten Fahrzeuge den gewünschten Ladestand von 80 Prozent in weniger als 30 Minuten. Sechs Fahrzeuge waren sogar schneller auf 80 Prozent als vom Hersteller angegeben. “Bei diesem Ladetest zeigte sich, wie wichtig eine gut temperierte Batterie für das Laden eines Elektrofahrzeuges ist. Trotz Temperaturen von minus zehn Grad Celsius an den Ladestationen haben die getesteten Fahrzeuge gut abgeschnitten”, erklärt Merker. Laut der Erfahrung des ÖAMTC werden in Zukunft Ladegeschwindigkeit, Verbrauchseffizienz und Verfügbarkeit von Ladestationen wichtiger sein als die maximale Reichweite eines Elektrofahrzeuges.

Der ÖAMTC war heuer bereits zum siebenten Mal dabei. Für den aktuellen Test wurde eine 450 Kilometer lange Strecke gewählt, die einen Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn sowie Steigungen beinhaltete. Es wurde so lange gefahren, bis es bei allen Fahrzeugen zu einem Leistungsverlust kam und die erforderliche Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden konnte. Die Temperaturen an den Testtagen bewegten sich zwischen minus acht und minus 31 Grad Celsius.

Tabelle E-Fahrzeuge Reichweite
ÖAMTC_El Prix Reichweitentest © ÖAMTC