Mit dem Spatenstich Ende März hat Würth Österreich den offiziellen Start für die Erweiterung seines Logistikzentrums in Böheimkirchen gesetzt. Das Projekt umfasst eine zusätzliche Nutzfläche von 10.756 Quadratmetern bei einer verbauten Fläche von 6.866 Quadratmetern.
Der Standort wird damit nicht nur als nationales Logistikzentrum gestärkt, sondern übernimmt künftig auch zusätzliche Aufgaben in der internationalen Versorgung. In weiterer Folge sollen von Böheimkirchen aus auch die Märkte in der Slowakei und in Slowenien mitbetreut werden. Ziel ist es, die Lieferfähigkeit gegenüber Handwerk und Industrie langfristig abzusichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.
CEO Michael Hempt, CEO von Würth Österreic, verweist auf die strategische Bedeutung der Investition: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, bewusst zu investieren – in unsere Infrastruktur und in unseren Standort in Niederösterreich. Mit dem Logistikzubau schaffen wir die Voraussetzungen, um unseren hohen Serviceanspruch auch in Zukunft zu erfüllen.“
Auch aus Sicht des Landes wird das Projekt als wirtschaftspolitisches Signal gewertet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht darin einen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich sowie zur langfristigen Sicherung von Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region.
Fokus auf Energieeffizienz
Bereits vor Beginn der Bauarbeiten wurde unter dem Baufeld eine Geothermieanlage errichtet. Insgesamt 188 Sonden mit jeweils rund 150 Metern Tiefe bilden die Grundlage für die Energieversorgung des Standorts. Seit Herbst übernimmt das System die Beheizung und Kühlung der Verwaltungs- und Logistikgebäude und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich.
Breites Partnernetzwerk eingebunden
An der Umsetzung des Projekts ist ein Netzwerk mehrerer Unternehmen beteiligt. Die Bauausführung erfolgt unter anderem durch die HABAU GROUP, die auf eine Kombination aus Holz- und Fertigteilbau setzt. Die Gebäudetechnik verantwortet Caverion Österreich GmbH, während Dr. Shebl & Partner die Gesamtplanung übernimmt. Weitere Partner sind die itb Installationstechnik Böheimkirchen GmbH sowie die ACCURO Brandschutzanlagen GmbH.
Die Fertigstellung des Logistikzubaus ist für März 2027 vorgesehen. Mit der Erweiterung schafft Würth die infrastrukturelle Grundlage für weiteres Wachstum und eine stärkere internationale Ausrichtung des Standorts.