Der geringere Energieverbrauch führt zu einer größeren Reichweite pro Batterieladung. In Tests mit einem Mittelklasse-Elektrofahrzeug bei einer Außentemperatur von minus 7 Grad Celsius und einer Innenraumtemperatur von 20 Grad Celsius hat Mahle eine Reichweitenverlängerung von rund zehn Kilometern gemessen. Gleichzeitig soll die kontinuierliche Zufuhr von Frischluft für eine hohe Innenraumluftqualität sorgen und die Bildung von Scheibenbeschlag reduzieren.
Rückgewinnung von Wärme
Technisch basiert das System auf der Rückgewinnung von Wärme aus der Abluft des Fahrzeuginnenraums. Dabei wird der Verdampfer der Klimaanlage genutzt, um die Wärmeenergie der ausströmenden Luft auf das Kältemittel zu übertragen. Dieses gibt die gespeicherte Energie anschließend an die angesaugte Frischluft ab, bevor sie in den Innenraum gelangt. Dadurch wird die Frischluft vorgewärmt und der Heizleistungsbedarf bei niedrigen Temperaturen reduziert.
Mahle betont, dass das System keinen negativen Einfluss auf Luftstrom oder Geräuschentwicklung der Klimaanlage hat. Fahrzeughersteller können die Technik mit geringem Aufwand auch in bestehende Fahrzeugarchitekturen integrieren. Das aktuelle System ist für das Kältemittel R1234yf ausgelegt, kann aber laut Mahle mit geringfügigen Anpassungen auch für andere Kältemittel verwendet werden.