Akkutechnologie

AIT verstärkt Batterie-Forschung

Elektromobilität
04.05.2022

 
Das österreichische Forschungszentrum AIT hat eine eigene Competence Unit „Battery Technologies“ und ein Solid-State-Batterielabor eingerichtet, um die Entwicklung von besseren Akkus für Elektroautos voranzutreiben.
AIT

Das Ziel ist klar definiert: Die Elektromobilität soll effizienter, leistungsfähiger, sicherer, nachhaltiger und leistbarer werden. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt das AIT Center for Low-Emission Transport die entsprechenden Komponenten und Technologien wie  leistungsfähige und umweltfreundliche Batterien. „Angetrieben durch unsere erfolgreiche Internationalisierung, durch große EU-Projekte und Kooperationen mit internationalen Partnern haben sich unsere Aktivitäten in den letzten Jahren verdoppelt – sowohl was die Zahl der Projekte und der Forscher:innen als auch des Budgets betrifft“, berichtet Helmut Oberguggenberger, Leiter der Competence Unit „Electric Vehicle Technologies“.

Spezialisten am Werk

Als Folge dieses starken Wachstums und zur Schärfung des strategischen Fokus wurde nun aus dieser Competence Unit heraus eine eigene Competence Unit „Battery Technologies“ mit rund 30 hochspezialisierten Expert:innen ins Leben gerufen, die von Marcus Jahn geleitet wird. Drei Forschungsbereiche stehen im Fokus:

  • Im Bereich „Battery Materials Development and Characterisation“ werden unter der Leitung von Damian Cupid neue Materialien entwickelt, die Lithium in Zukunft ablösen könnten. Als mögliche Alternativen gelten Magnesium-Ionen-Batterien oder Natrium-Ionen-Batterien.
  • Das von Katja Fröhlich geleitete Forschungsfeld „Sustainable and Smart Battery Manufacturing“ beschäftigt sich mit Herstellungsmethoden für moderne Batterien – also mit dem Schritt vom Labor hinaus in die industrielle Fertigung. Ein zentraler Schwerpunkt dabei ist die nachhaltige Produktion – so will man beispielsweise umweltschädliche Lösemittel durch unbedenkliche Substanzen ersetzen.
  • Mit einer extrem zukunftsträchtigen Technologie beschäftigt sich der dritte Forschungsbereich „Solid State Batteries“, dem Marcus Jahn vorsteht. Feststoff-Akkus enthalten keine flüssigen Elektrolyte und sind sicherer und langlebiger. Man kennt bereits eine Reihe von geeigneten Materialien – etwa Polymere, Keramiken und Gläser oder Sulfid-basierte Substanzen –, die jeweils Vor- und Nachteile haben.

Welche konkreten Batterietypen sich in Zukunft durchsetzen werden, sei derzeit noch nicht absehbar, so Jahn. „Der ideale Akku wird wahrscheinlich nicht eine einzige Zellchemie oder Form sein. Denn es ergeben sich aus vielen Anwendungsgebieten sehr viele verschiedene Anforderungen.“