Assistenzsysteme: Kostspielige Reparaturen

Landesinnung
27.04.2015

Von: Redaktion KFZ Wirtschaft
Unter dem Titel „Die Elektronik im Automobil – Lust oder Frust“, veranstaltete die Landesinnung Wien der Fahrzeugtechnik einen vor allem für Werkstätten spannenden Informationsabend.
Michael Planer (ÖAMTC), Günter Blümel (Innungsmeister Karosseriebautechniker Wien), Mario Maderbacher, Thomas Posch (Hella Handel), Erik Paul Papinski (Bundesinnungsmeister Karosseriebautechniker) (v.l.).

Mit der wachsenden Anzahl an Fahrerassistenten im Auto kommen auf die Werkstätten neue Herausforderungen zu. ÖAMTC-Techniker Michael Planer gab einen Überblick über aktuelle technische Innovationen, die das Autofahren einerseits sicherer und komfortabler machen, andererseits aber mit einem enormen technischen Aufwand erkauft werden. Am Beispiel des LED-Scheinwerfers mit adaptivem Fernlichtassistenten, der entgegen kommende und voraus fahrende Fahrzeuge aus dem Lichtkegel herausfiltern kann, zeigten die Techniker Thomas Posch und Mario Maderbacher von der Hella Ersatzteilhandel GmbH, welcher Aufwand demnächst in der Werkstatt bei der Scheinwerfereinstellung getrieben werden muss. Fazit: Die Anschaffung kostspieliger Einstellgeräte auf analoger oder digitaler Basis wird unvermeidlich sein. Damit nicht genug: Im Falle eines Windschutzscheibentausches muss auch die Bordkamera neu justiert werden, damit die intelligenten Scheinwerfer ihr Ziel genau treffen können. Einige Automobilhersteller schreiben dafür die Verwendung spezieller Einstelltafeln vor, deren Anschaffung bis zu 10.000 Euro ausmachen kann. „Die meisten Werkstätten haben noch keine Ahnung, was da auf sie zukommt“, sagte der Wiener Landesinnungsmeister Günter Blümel. „Mit unserer Informationsveranstaltung wollen zeigen, wie wichtig regelmäßige Weiterbildung und Schulungen sind.“