Conti stellt auf Autopilot um

Automatisierung
16.03.2021

 
Alles neu bei Continental: Der Aufsichtsrat stimmt dem nächsten Abschnitt der strategischen Neuausrichtung zu. Der Bereich Systeme für Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren wird ab 2022 als eigenständiges Geschäftsfeld „Autonomous Mobility“ geführt. 
Autonomes Fahren ist ein Zukunftsmarkt mit enormem Wachstumspotenzial.

Der Aufsichtsrat der Continental AG hat einem wichtigen nächsten Abschnitt der strategischen Neuausrichtung des Autozulieferers, der sich mittlerweile Mobilitätszulieferer nennt, zugestimmt. Er unterstützt die künftige, organisatorische Neuaufstellung des Geschäfts mit Systemen für die Fahrerassistenz und das automatisierte Fahren. Ab 1. Jänner 2022 soll es innerhalb des Unternehmensbereichs Automotive Technologies zum eigenständigen Geschäftsfeld „Autonomous Mobility“ erhoben werden. Seinen Kern bildet die heutige Geschäftseinheit Advanced Driver Assistance Systems (ADAS). 

„Wir setzen unsere Strategie entschlossen um. Wir investieren konsequent in unsere Wachstumsfelder und Zukunftstechnologien, ergreifen Marktchancen, erhöhen unsere Reaktionsfähigkeit und schaffen mehr Transparenz“, erläuterte der Continental-Vorstandsvorsitzende Nikolai Setzer. Er fügte hinzu: „Der Markt im Bereich Autonomous Mobility wird sich in den nächsten drei Jahren mehr als verdoppeln. Entsprechend der hohen strategischen Bedeutung der dafür notwendigen Technologien sowie ihrer vielversprechenden Wachstumsaussichten schaffen wir für ihre Erforschung, Entwicklung und Industrialisierung neue Strukturen, die diesen Fokus schärfen. Darüber hinaus ermöglichen wir hiermit, dass alle Business Areas zusätzliche Freiräume bekommen, sich noch stärker auf ihre Kernbereiche zu konzentrieren.“ 

„Hohe Marktdynamik“

Anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Jahreszahlen am 9. März 2021 hatte das Unternehmen bereits bekanntgeben, für die Entwicklung seiner Technologien für das assistierte und autonome Fahren allein in diesem Jahr rund 200 bis 250 Millionen Euro zusätzlich aufzuwenden. Ziel: Die sich aus der hohen Marktdynamik ergebenden attraktiven, zusätzlichen Chancen kraftvoll und konsequent in profitables Wachstum ummünzen. Dazu sagte Setzer: „Wir
verfügen in diesem Bereich bereits heute über eine starke Position. Diese bauen wir weiter umfassend aus, geben unseren Aktivitäten in diesem Bereich einen starken Schub und erhöhen die Geschwindigkeit, mit der wir uns als Top-Team auf dem Markt Autonomous Mobility bewegen. Gleichzeitig öffnen wir uns noch stärker für eine im großen Umfang mögliche Zusammenarbeit mit Technologiepartnern und Start-up-Unternehmen. Denn die globale Technologieführerschaft für assistiertes und automatisiertes Fahren ist und bleibt unser Ziel.“ 

Allein in den Jahren 2018 bis 2020 hat Continental in diesem Bereich bereits weltweit Kundenaufträge im Wert von mehr als 9 Milliarden Euro erhalten. Dieses Niveau beabsichtigt der Mobilitätszulieferer deutlich zu steigern, denn der Wert der potenziellen Lieferumfänge von Continental wächst in den kommenden Jahren mit steigendem Automatisierungsgrad der Fahrzeuge um ein Vielfaches.