Die Elektro-Rikschas kommen

Elektromobilität
27.10.2021

 
Der italienische Motorrollerproduzent Piaggio und der britische Energiekonzern BP fördern ab sofort gemeinsam die internationale Elektromobilität für Fahrzeuge auf zwei und drei Rädern.

Ziel der Allianz ist die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Europa, Indien und Asien, um die verkehrsbedingte Umweltverschmutzung in Städten zu verringern. Vorgesehen ist die Entwicklung von E-Ladestationen und austauschbaren Batterien, All-inclusive-Dienstleistungen, die das Leasing, Management und Recycling von Batterien umfassen sowie Reparatur, Wartung und intelligentes Energiemanagement von E-Fahrzeugen.  Die Piaggio-Gruppe sieht in der Fähigkeit, Robotik und Software zu kombinieren, den Schlüssel zur Verbesserung zukünftiger Mobilitätssysteme in der Stadt. Auch BP fokussiert in Sachen Mobilität die Elektrifizierung und baut diesen Geschäftszweig deutlich aus: Bis 2030 sollen weltweit über 70.000 öffentliche Ladestationen errichtet werden. In einer unterzeichneten Absichtserklärung halten die beiden Unternehmen fest, ein umfassendes Dienstleistungsangebot für den rasant anwachsenden zwei- und dreirädrigen Elektrofahrzeugmarkt in Europa, Indien und Asien zu entwickeln und einzuführen.

Riesiger Wachstumsmarkt

Die im Zuge des jährlichen „Electric Vehicle Outlook“ von BloombergNEF erhobenen Zahlen belegen, dass Elektromotorräder, Motorroller und kompakte Nutzfahrzeuge heute die am stärksten elektrifizierte Fahrzeugklasse weltweit ausmachen: 44 % der Verkäufe und 25 % der bestehenden, weltweiten Flotte - das sind rund 250 Millionen Fahrzeuge - sind bereits elektrisch. Schätzungen zufolge könnte der Anteil der verkauften Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2040 auf über 80 % ansteigen und die Zahl der zwei- und dreirädrigen Elektrofahrzeuge weltweit auf 750 Millionen verdreifacht werden. „Wir sehen sowohl in Asien als auch in Europa großes Potenzial für weiteres Wachstum“, sagt Richard Bartlett, Senior Vice President, Future Mobility & Solutions bei BP. Piaggios Kapazitäten in der Produktion von Elektrofahrzeugen und die globale Reichweite von BP sind die Basis für neue umfassende Dienstleistungen wie „Battery as a Service“ (BaaS) - Leasing, Management und Recycling von Fahrzeugbatterien - und „Vehicle as a Service“ (VaaS) - Leasing, Reparatur, Wartung und intelligentes Energiemanagement dieser E-Fahrzeuge. 

Respekt vor der Umwelt

Michele Colaninno, Leiter der Strategie- und Produktabteilung der Piaggio-Gruppe, kommentiert die neueste Kooperation: „Um das Ziel  einer Mobilitätsrevolution zu verwirklichen, ist es notwendig, die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen wie Motorrädern, Motorrollern und kompakten Nutzfahrzeugen zu fördern, die mit einer Batteriewechsel- oder Plug-in-Ladetechnologie ausgestattet sind, wodurch ein nachhaltigeres Lebenszyklusmanagement der Batterien und ein größerer Respekt für die Umwelt gefördert werden.“ Richard Bartlett, Senior Vice President, Future Mobility & Solutions bei BP, ergänzt: „Unsere Zusammenarbeit mit der Piaggio-Gruppe unterstützt das Wachstum einer schnellen und wirklich bequemen städtischen Mobilität mit Fahrzeugen ohne Auspuffgase, die eine Verringerung der Luftverschmutzung ermöglichen und die Städte bei ihren Bemühungen um eine Dekarbonisierung unterstützen.“