Mahle bringt schnelle Ladetechnik

Elektromobilität
31.08.2021

 
Automobilzulieferer Mahle konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021 deutlich steigern. Gefragt sind unter anderem die innovativen Ladetechnik-Lösungen aus Stuttgart.
Mit Immersionskühlung lassen sich die Batterieladezeiten deutlich verkürzen.

Der Technologiekonzern Mahle wuchs im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 schneller als der globale Automobilmarkt. Der Konzernumsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um 36 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Bereich Elektronik und Mechatronik. „Wir haben damit den angestrebten Turnaround erreicht“, sagt Michael Frick, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung. Ein wichtiger Erfolgsfaktor sind die hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die rund sechs Prozent vom Umsatz betragen. Mehr als 80 Prozent davon fließen in Zukunftstechnologien rund um klimaneutrale Antriebe.

Neue Schnelllade-Lösungen

Auf der Leitmesse IAA zeigt Mahle seine breite Produktpalette zum Thema-Mobilität von der Ladetechnik über Batteriesysteme bis zum E-Motor. „Wir begleiten den Energiefluss durch das gesamte Fahrzeug“, sagte Konzernforschungs- und Vorausentwicklungschef Martin Berger. Mit dem „chargeBIG POWER“ System stellt Mahle Schnellladesäulen mit Leistungen bis 750 kW vor. Um die Fahrzeugbatterie dabei nicht zu stark zu beanspruchen, muss die Temperatur in den Batteriezellen gleichmäßig verteilt werden. „Hier ist Mahle ein Durchbruch gelungen: Wir konnten die Grenzen des Schnellladens erheblich verschieben, indem wir mit der Immersionskühlung auf eine ganz neue Lösung setzen“, so Berger. Dabei umströmt eine nichtleitende Kühlflüssigkeit die Zelle, die elektrischen Leitungen und alle Verbindungselemente der Batterie. Dies senkt die Maximaltemperatur und verbessert die Verteilung der Wärme in der Batteriezelle. So ist ein  Aufladen in wenigen Minuten möglich, ohne die Lebensdauer der Batterie zu beeinträchtigen. Mahle rechnet mit einer Markteinführung ab dem Jahr 2025.