Mahle schließt europäische Werke

Zulieferindustrie
24.03.2020

 
Automobilzulieferer Mahle reagiert auf die Produktionsstopps der Hersteller und fährt die eigene Fertigung herunter. Warenauslieferung gesichert.
Jörg Stratmann, Vorsitzender der Mahle Konzerngeschäftsführung
Jörg Stratmann, Vorsitzender der Mahle Konzerngeschäftsführung

Alle europäischen Produktionsstandorte werden sukzessiv bis spätestens 25. März kontrolliert heruntergefahren und die indirekten Funktionen in der Verwaltung und Entwicklung auf wenige Kernfunktionen reduziert.

„Wir erleben eine Extremsituation, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar war und deren weitere Entwicklung derzeit völlig offen ist. Wir müssen zum Schutz unserer Mitarbeiter alle Anstrengungen unternehmen, die möglich sind, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Zugleich reagieren wir unternehmerisch auf den Einbruch der Märkte und insbesondere auf den Produktionsstopp der Automobilhersteller in Europa“, sagt Jörg Stratmann, CEO und Vorsitzender der Mahle Konzern- Geschäftsführung.

Die Maßnahmen betreffen europaweit rund 70 Standorte, über die jeweilige Herangehensweise, beispielsweise die Beantragung von Kurzarbeit, stimmt sich Mahle mit den Arbeitnehmervertretern ab. Diese und weitere interne Maßnahmen gelten in Abhängigkeit der Rahmenbedingungen bis auf weiteres. Ausgenommen bleiben die Verteilerzentren für den Aftermarket, um die Belieferung der Werkstätten mit Ersatzteilen sicherzustellen.