Schnelle Batterie aus Graz

Elektromobilität
07.04.2021

 
Im Rahmen des EU-Projekt „Liberty“ wird in Graz eine Fahrzeugbatterie entwickelt, die eine Reichweite von bis zu 500 km bei ultraschneller Aufladung von nur 18 Minuten ermöglicht.

Die Batteriespezialisten des in Graz ansässigen F&E Zentrums „Virtual Vehicle“ entwickeln im Rahmen des EU-Programms „Liberty“ eine innovative Fahrzeugbatterie, die der Elektromobilität endgültig zum Durchbruch verhelfen soll. Der Stromspeicher soll eine Lebensdauer haben, die mit rund zehn Jahren der eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor entspricht. Seine maximale Reichweite von 500 Kilometern wird es erlauben, mit einem Elektrofahrzeug beispielsweise von Graz nach München, von Stuttgart nach Brüssel oder von Eindhoven nach Paris zu fahren, ohne unterwegs nachladen zu müssen. Zudem soll sich die Batterie ohne Auswirkungen auf die Restlebensdauer an Schnellladestationen in nur 18 Minuten wieder vollständig aufladen lassen. Um der Batterie nach der Nutzung im Fahrzeug ein zweites Leben zu ermöglichen, wird schon bei ihrer Konzeption eine Zweitnutzung beispielsweise als Pufferspeicher in einem Photovoltaik-Park eingeplant. Liberty (Lightweight Battery System for Extended Range at Improved SafeTY) wird durch das Programm Horizon 2020 der Europäischen Kommission und der beteiligten Industrie finanziert und hat ein Budget von 11 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 3,5 Jahren. Die Batteriespezialisten von Virtual Vehicle werden in enger Zusammenarbeit mit dem Konsortium vor allem für sicherheitsrelevante Themen wie mechanische Zellintegration, Crashsicherheit und Thermal Runaway Analyse verantwortlich sein.