Akkutechnologie

Steirer verbessern E-Auto-Akku

Elektromobilität
19.04.2022

 
Ein steirisches Konsortium forscht an signifikanten Verbesserungen von Lithium-Ionen-Batterien. Für das Projekt „OpMoSi“ haben sich vier maßgebliche Player der heimischen Industrie- und Forschungslandschaft zusammengetan.
Virtual Vehicle

Virtual Vehicle Research GmbH, Materials Center Leoben Forschung GmbH (MCL), Varta Innovation GmbH und AVL List GmbH - diese Konstellation ergibt eine in Österreich einzigartige Bündelung von Kompetenzen im Bereich der Forschung und Entwicklung von Batterien. Das ambitionierte Projektziel ist die Erhöhung der Energiedichte von Lithium-IonenZellen um 20 bis 30 Prozent bei 1000 Ladungen. Gelingen soll dies durch neuartige „Hollow Core-Shell Silizium Kohlenstoff (HCS Si-C) Komposit Anoden“. Diese nächste Generation der LithiumIonen-Batterie soll im Vergleich zu bestehenden Technologien eine 30 Prozent erhöhte Energiedichte bei gleicher Ladestabilität erreichen. Die FGG Förderung des Projektes im Rahmen der 17. Ausschreibung „Mobilität der Zukunft“ hat ein Gesamtvolumen von 2,7 Millionen Euro, die Laufzeit beträgt 36 Monate.

Gemeinsam an einem Strang

Das Projekt „OpMoSi“ hat eine kostengünstigere und gleichzeitig ressourcenschonendere Herstellung von verbesserten Lithium-Ionen-Batterien mit Si-Anoden zum Ziel. Die Kommentare der am Projekt beteiligten Partner: „OpMoSi ist ein steirisches Vorzeige-Projekt, in dem die Technologie für Lithium-Ionen-Batterien auf das nächste Level gebracht wird,“ sagt Virtual Vehicle Geschäftsführer Jost Bernasch. Roland Brunner, Gruppenleiter am MCL, ergänzt: „Unsere Expertise im Bereich Materialforschung ist für das Projekt im Bezug zur Struktur-Eigenschafts-Beziehung der Anode äußerst wertvoll. Dazu verwenden wir modernste hochauflösende bildgebende Verfahren sowie KI-basierte Bildanalyse-Modelle, um die Struktur der Anode bestmöglich verstehen zu können.“ Christoph Stangl, Project Manager von Varta Innovation: „Wir verfügen über hohe Kompetenz in der Fertigung von Elektroden und Batteriezellen sowie ein grundlegendes Verständnis der verwendeten Materialien und der Zellauslegung bzw. des Zelldesigns. Damit können Elektroden und Zellen innerhalb des Konsortiums mit hoher Qualität produziert werden.“ Und Roland Wanker, Geschäftsbereichsleiter Advanced Simulation Technologies bei AVL List: „Als KeyPlayer in der Automobilzulieferindustrie bringen wir Automotive-Kompetenz ins Konsortium. Die AVL hat nicht nur langjährige Expertise im Design und der Auslegung von BatterieModulen und Batterie-Packs, sondern ist auch führend im Bereich der skalierbaren multiphysikalischen Modellierung und Simulation von Batterien auf Zell- und Systemebene.“