„Zwei Wochen halten wir noch durch …“

Freie Werkstätte
19.03.2020

Wie geht es eigentlich den kleinen Kfz-Werkstätten in Zeiten der Coronakrise? Norbert Kornberger hält seinen Betrieb in Wien-Liesing geöffnet und hat vorläufig noch genug zu tun.
Mendin Haskaj, Norbert Kornberger, Milot Haskaj (v.l.)

Norbert Kornberger hat sich als ehemaliger aktiver Motorsportler und technischer Kommissär bei der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft einen guten Ruf als Spezialist für Service und Reparatur von Rennfahrzeugen ebenso wie für Alltags-Autos und Oldtimer erworben. Seinen 2006 eröffneten Betrieb in der Wiener Speisinger Straße führt er mit zwei angestellten Kfz-Technikern, den Brüdern Mendin und Milot Haskaj, sowie einem geringfügig beschäftigten Mitarbeiter.
„Derzeit arbeiten wir noch einige Aufträge ab und kümmern uns um Notfälle wie Reifenschäden, Motordefekte oder kaputte Auspuffanlagen“, sagt Kornberger. Die Ersatzteilversorgung ist gesichert, Teilehändler Birner beliefert die Werkstatt bei Bedarf bis zu vier Mal täglich. Auch bereits vereinbarte Termine zur Pickerl-Überprüfung arbeitet Kornberger noch ab, wobei das EBV-Programm gute Dienste leistet.
„Eigentlich sollte demnächst die Oldtimersaison starten, aber unsere Stammkunden warten lieber, bis die Krise überstanden ist“, sagt der Kfz-Meister. Sein größtes Anliegen ist es, die kleine freie Werkstatt unbeschadet durch die aktuelle Auftrags-Flaute zu führen und die Vollbeschäftigung seiner Mitarbeiter aufrecht zu halten. Doch wie auch seine Branchenkollegen fügt er sich ins unvermeidliche Schicksal: „Wenn es so weitergeht, halten wir noch zwei Wochen ohne staatliche Zuschüsse durch, dann wird`s eng.“