Elektromobilität

E-Mobilität mit Popcorn-Effekt

Elektromobilität
22.02.2022

 
Im Vorjahr wurden in Österreich 33.366 reine E-Autos neu zugelassen – das ist eine Verdoppelung gegenüber 2020.

„Wir haben damit innerhalb der EU den dritthöchsten E-Pkw-Anteil bei Neuzulassungen, vor uns liegen die Niederlande und Schweden“, freut sich Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverbandes für Elektromobilität BEÖ. Sein Vorbild ist jedoch Norwegen: Hier fahren zwei Drittel aller Neuwagen batterieelektrisch. „Für ein Länder-Ranking sind drei Faktoren entscheidend: Wie gut ist die Ladeinfrastruktur? Welche Anreize gibt es? Und bietet der Markt genügend E-Modelle an?“, so Reinhardt. Immerhin hat der Ausbau der Ladeinfrastruktur Fahrt aufgenommen: Aktuell zählt die e-Control 10.400 öffentliche Ladepunkte. Dank E-Roaming können 6.250 Ladepunkte davon im BEÖ-Netz genutzt werden.

Ladefrequenz verdoppelt

Alleine 2021 hat sich die Zahl der Ladevorgänge in Wien im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Über 310.000 Ladungen wurden an den öffentlichen Ladestellen von Wien Energie durchgeführt, im Jahr davor waren es rund 130.000 Ladevorgänge. So tankten 2021 Österreichs E-Auto-Fahrer*innen insgesamt 5.300.000 Kilowattstunden Ökostrom an den öffentlichen Ladestellen von Wien Energie - das entspricht 28.000 klimaneutralen Autofahrten von Wien nach Bregenz und retour. „Die Elektromobilität wird zum Booster für klimafreundlichen Individualverkehr“, so Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung. Allein 2021 wurden so über 4.300 Tonnen CO2 im Vergleich zu Autos mit Benzin-Motor eingespart. „Auch in Zukunft bauen wir die Ladeinfrastruktur weiter aus. Geplant sind zwei Schnellladeparks und weitere 200 öffentliche E-Ladestellen“, erklärt Strebl.