Sata klärt auf

Sata
15.11.2017

 
Immer wieder taucht die Frage auf: Was ist der Unterschied zwischen MATERIALVERBRAUCH, Auftragswirkungsgrad, Materialdurchsatz oder Übertragungsrate? Der Lackierpistolenhersteller Sata klärt auf.
Sata erklärt die wichtigsten Fachausdrücke, um effizient und materialsparend zu lackieren.
Sata selbst empfiehlt, sich als Lackierer penibel an die Angaben des Lackherstellers zu halten, um optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen.

Viele Fachbegriffe werden oft missverstanden oder fehlinterpretiert. Wir haben den Lackierpistolenhersteller Sata um Aufklärung gebeten.

MATERIALDURCHSATZ (MATERIALAUSWURF)

Der Materialdurchsatz bezeichnet die Materialmenge, die in einer bestimmten Zeit aus dem Farbkanal – und somit der Farbdüse der Lackierpistole – austritt, und zwar bei einem definierten Eingangsfließdruck und voll betätigtem Abzugsbügel. Der Wert wird in Gramm pro Minute (g/min.) angegeben. Dieser hängt hauptsächlich von der Größe des Düsensystems, dem Eingangsfließdruck sowie vom spezifischen Gewicht (Verhältnis Gewichtskraft/ Volumen) des zu applizierenden Materials ab. Das bedeutet: Ein höher eingestellter Eingangsfließdruck, ein größeres Düsensystem und ein höheres spezifisches Gewicht bedeuten auch einen erhöhten Materialdurchsatz. Der Materialdurchsatz sagt aber weder über den Materialverbrauch noch über den Auftragswirkungsgrad etwas aus.

AUFTRAGSWIRKUNGSGRAD

Auch genannt: Übertragungsrate, Transfer Efficiency. Der Auftragswirkungsgrad gibt die Menge des Lackmaterials an, die bei einem vorgegebenen Eingangsfließdruck, Spritzabstand, Spritzwinkel und voll betätigtem Abzugsbügel nach Austritt aus der Lackierpistole tatsächlich auf einer geraden Fläche (z. B. m² -Tafel) ankommt. Diese wird in Prozent der ausgebrachten Materialmenge angegeben. In der Fahrzeugreparatur (Pkw) in Deutschland und vielen anderen Staaten ist die Übertragungsrate per Gesetz definiert und muss mehr als 65 Prozent betragen.

MATERIALVERBRAUCH

Eine aussagekräftige und vergleichbare Angabe des Materialverbrauchs ist nur schwer zu definieren. Abhängig von der Geometrie des Objektes, der Arbeitsgeschwindigkeit des Lackierers, dem Spritzabstand, dem eingestellten Eingangsfließdruck sowie der Höhe der erforderlichen Schichtstärke kann der Verbrauch variieren. Werden beispielsweise mit ein und derselben Lackierpistole ein Fahrradrahmen (Oberfläche von ca. 1 m²) oder eine Quadratmetertafel lackiert, so fällt der Materialverbrauch trotz gleichem Auftragswirkungsgrad und Materialdurchsatz beim Fahrradrahmen höher aus als bei der Quadratmetertafel. Fazit: In der Praxis empfiehlt Sata, sich an die Angaben der Lackhersteller zu halten. Diese haben vorab, in enger Abstimmung mit Sata, die optimalen Materialdurchsätze, Materialverbräuche sowie die am besten geeigneten Düsengrößen und Eingangsfließdrücke für entsprechende Lacke ermittelt.

Eine Angabe des Materialdurchsatzes ist für den Fahrzeuglackierer im Arbeitsalltag nicht notwendig, daher wird dieser Wert in den technischen Datenblättern auch nicht eigens ausgegeben. Weitere Infos: www.sata.com/lackdaten