Apollo Vredestein: Harald Kilzer im Interview

Reifenhandel
13.10.2017

 
Mit dem Schritt in die Erstausrüstung setzt Apollo Vredestein einen Meilenstein. Österreich-GF HARALD KILZER erklärt die Maßnahme im KFZ Wirtschaft-Gespräch.
Harald Kilzer, Geschäftsführer von Apollo Vredestein Österreich

Seit 1. Mai 2017 ist Harald Kilzer Geschäftsführer von Apollo Vredestein Österreich. Wichtig ist Kilzer, dass die internen Strukturen optimiert werden, dass das Team bestens aufgestellt ist und die Verkäufer wieder verstärkt beim Kunden sind. Deshalb fungieren nun zwei Key Account Manager, Nikica Majic und Bernhard Schmolz, als Vetriebsleiter in der Nachfolge von Harald Kilzer. Insgesamt ist Kilzer seit 16 Jahren im Unternehmen. Zuletzt zeichnete er für die Vertriebsleitung in Österreich, Slowenien und Kroatien verantwortlich.

VW, SEAT UND FORD

Der wichtigste Kanal, um „Menge zu machen“, ist laut Kilzer der Schritt in die Erstausrüstung. Bisher war Apollo Vredestein für designorientierte Ultra- High-Performance-Reifen und lediglich als reiner Ersatzmarktlieferant renommiert. Jetzt erfolgt der große Schritt in die Erstausrüstung. Die Folge: „Damit sind wir im Autohaus-, im Flotten- und im Leasingsegment präsent“, erläutert Kilzer. Gestartet wird mit dem VW Polo, dem Seat Ibiza und dem Ford EcoSport. Das Bekenntnis der Automobilhersteller zu Apollo Vredestein sei der Beweis für die hohe Qualität und das exquisite Design der Produkte, so Kilzer. Der indische Mutterkonzern Apollo war bereits in der Erstausrüstung aktiv und soll weiterhin die globale OE-Marke bleiben. Jetzt gehe es laut Kilzer darum, beide Marken auf dem für sie richtigen Niveau zu positionieren.

AKTUELLE MARKTLAGE

Das Sommerreifengeschäft sei aufgrund der Rohstoffpreiserhöhungen und der damit einhergehenden Preisanpassungen durchwachsen verlaufen, berichtet Harald Kilzer. Der Sell-out von den Händlern habe nicht optimal funktioniert, die Lagerbestände seien jetzt relativ hoch. Grundsätzlich bricht Kilzer eine Lanze für den Reifenfachhandel: „Es geht darum, etwas anzubieten, was das Internet nicht leisten kann“, lautet sein Argument zugunsten besserer und persönlicherer Beratung. Dienstleistung am Kunden werde immer ein wesentlicher Faktor bleiben. Er empfiehlt den Reifenfachhändlern aber auch, sich nicht nur auf den Einkauf zu konzentrieren, sondern vor allem auch auf den Verkauf. Was das Reifengeschäft generell betrifft, rechnet Harald Kilzer damit, dass in den kommenden zehn Jahren zirka 25 Prozent auf den Online- Bereich entfallen werden. Derzeit liegt dieses Segment noch im einstelligen Bereich. Dennoch: Der Reifenfachhandel habe in jedem Fall Zukunft, wenn er sich auf seine Kompetenzen konzentriere und sein Know-how bzw. seine Dienstleistungen vernünftig verkaufe.

AUTOZUM 2019

Im heurigen Jahr erregte der beeindruckende Apollo Vredestein-Stand auf der AutoZum in Salzburg großes Aufsehen. Kilzer verkündet bereits jetzt, dass Apollo Vredestein auch bei der nächsten AutoZum 2019 wieder dabei sein werde: „Und zwar wieder in dieser Form. Ganz oder gar nicht ist unser Motto.“