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AkzoNobel informiert Manager

19.12.2018

AkzoNobel lud zur mittlerweile traditionellen Acoat Selected MANAGEMENT-KONFERENZ. Rund 750 Partner aus dem deutschsprachigen Raum (58 aus Österreich) folgten der Einladung nach Berlin. Hochkarätige Vorträge wurden geboten.

Das Motto der diesjährigen Konferenz lautete „Bist du bereit?“. Einschneidende Veränderungen in der Mobilitätskultur – Fahrerassistenzsysteme, autonomes Fahren, Carsharing et cetera – stellen die Lack- und Karosseriebranche permanent vor neue Herausforderungen. „Bist du bereit?“ zielt vornehmlich darauf ab, inwieweit der einzelne Betriebsinhaber bereit ist, überkommene Schemata zu verwerfen und Neues zu wagen. In seiner Eröffnungsrede betonte Benjamin Burkard, Vertriebsleiter AkzoNobel VR DACH, dass den Lackierbetrieben trotz immer größer werdender Versicherungsschäden und derzeit steigender Unfallzahlen fundamentale Veränderungen bevorstünden. Wer steuert in Zukunft unsere Schäden? Burkard verdeutlichte anhand des Beispiels „care by Volvo“, dass nicht länger der Fahrer, sondern der Hersteller die Entscheidung treffe, wo das Fahrzeug versichert und repariert werde. Jeder Betrieb müsse folgende Ziele umsetzen: Auslastung optimieren, Abhängigkeiten reduzieren, Profit maximieren. Dafür bedürfe es einer Ablaufoptimierung sowie auch einer Involvierung der Mitarbeiter.

MOBILITÄTSSYSTEME

Nachdem Mobilitätsforscher Thomas Sauter-Servaes die Mobilität der Zukunft skizziert und prophezeit hatte, dass alles viel schneller gehen würde als zurzeit erwartet – „Das Smartphone als Kommunikationsmittel zwischen Mensch und Auto“ –, referierte Andreas Brodhage, GF Global Automotive Service, über neue Kundenbedürfnisse und den bevorstehenden Mobilitätsmix. Seine Kernthese: „Aftersales ist die einzige Möglichkeit, Kundenbindung zu erzeugen.“ Christoph Lauterwasser, GF des Allianz Zentrums für Technik, prognostizierte, dass das kommende Jahrzehnt essenziell von Fahrerassistenzsystemen bestimmt sein werde. Und diese würden Schadenhäufigkeit und -größe der Unfallfahrzeuge signifikant beeinflussen. Künftige Fahrzeugkonzepte seien vernetzt, elektrifiziert und automatisiert. Ein Netzwerk wie Acoated Selected biete den Betrieben einen Wissensvorsprung und eröffne Lösungsmöglichkeiten, um weiterhin rentabel und effizient zu arbeiten. Als wichtigestes Instrument zur Verbesserung von Prozessen wurde PCE (Process Centered Environment) genannt. Das AkzoNobel-eigene Prozessoptimierungskonzept ist ein wirksames Tool, das zum Umdenken anregt und maßgeblichen Einfluss auf den Betriebserfolg nimmt.

FACHKRÄFTEMANGEL

Thomas Aukamm, Zentralverband für Karosserieund Fahrzeugtechnik, setzte sich mit dem brisanten Thema „Fachkräftemangel“ auseinander und sprach von einem „Wettbieten um qualifiziertes Personal“. ER plädierte für höhere Lehrlingsentschädigungen, die offiziellen Tarife müssten attraktiv sein, um junge, talentierte Menschen anzuziehen. Kai Gräper, Acoat Selected-Manager DACH, betonte, dass AkzoNobel vorrangig Partnerbetriebe dabei unterstützen wolle, das bestehende Potenzial vollends auszuschöpfen und neue Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Acoat Selected Intense – ab 2019 erfolge die Auditierung hierfür extern über die Dekra – verfüge aktuell über 100 Betriebe im deutschsprachigen Raum. Ziel für 2019: 150 Partner. In Österreich sind laut Daniel Kapeller, Vertriebsleiter von AkzoNobel Österreich, momentan 38 Betriebe Acoat Selected- Partner. Kapeller zeigt sich generell zufrieden: „Wir konnten heuer für Sikkens 28 Betriebe neu dazugewinnen.“ Kai Gräpers Schlusswort brachte vor allem die Botschaft, dass es keinen Grund gebe, Angst zu haben vor dem, was kommt, sondern dass es angebracht sei, Veränderungen als Chance zu sehen.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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