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„Revolution in der Spritzkabine“

13.02.2020

Mit 750 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen Raum war die AKZONOBEL-MANAGEMENTTAGUNG Frankfurt restlos ausgebucht. Das brandneue Paint PerformAir stehe laut AkzoNobel- Technikchef Armin Dürr für eine „Revolution in der Spritzkabine“.

Benjamin Burkhard (Vertriebsleiter VR DACH), Daniel Kapeller (Vertriebsleiter Österreich), Kai Gräper (Acoat Selected Manager DACH) v.l.
Mobilack in Darmstadt hat bereits vortreffliche Erfahrungen mit dem Paint PerformAir von AkzoNobel gemacht. Im Bild: Armin Dürr (Technical Manager VR DACH), Veikko Oettershagen (Lackierermeister Mobilack), Daniel Kapeller (Vertriebsleiter Österreich) v.l.

Unter dem Motto „Zukunft! Wird aus Ideen gemacht“ betonte Benjamin Burkhard (Vertriebsleiter VR DACH), dass die mannigfaltigen und drastischen Veränderungen in der Branche als Chance betrachtet werden sollten. „Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt die handwerkliche Leistung der Betriebe“, so Burkhard. Vor allem Elektromobilität und autonomes Fahren würden für fundamental andere Rahmenbedingungen sorgen. Bis 2030 rechnet AkzoNobel in puncto E-Mobility mit einem Marktanteil zwischen sieben und zwölf Prozent. Burkhard setzte sich in seinem Vortrag auch mit dem Thema Klimaschutz auseinander. Aktuell will AkzoNobel gemeinsam mit seinen Kunden eine CO2-Kampagne umsetzen. Ein Schwerpunkt werde dabei die Neugestaltung des Bestell- und Lieferverhaltens sein, sprich: Liefertermine sollen effizienter gestaltet werden. Die dabei erzielten Einsparungen würden der Organisation „Plant-for-the-Planet“, die durch die globale und lokale Wiederaufforstung dem Klimawandel entgegenwirkt, zugute kommen.

ACOAT SELECTED

„Mit Acoat Selected wollen wir Sie beim Wandel unterstützen. Wir sitzen alle im selben Boot“, betonte Kai Gräper (Acoat Selected Manager DACH). Das Endkundenportal fahrzeug-reparatur.com soll gemeinsam mit dem Beirat überarbeitet werden. Gräper wünscht sich, dass bis 2022 alle Betriebe dabei sind. Die um „Karosserie und Lack“ erweiterte Schadenssteuerung der Global Automotive Service (GAS) werde auch nach Österreich übertragen werden. Ziel sei es, bis 2022 die Zahl der Partnerbetriebe von aktuell 34 auf 100 in der DACH-Region anzuheben. Für 2020 liege der Fokus auf „Intense“. Hierbei liege das Ziel bis 2022 bei 180 Betrieben.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt die handwerkliche Leistung.“ BENJAMIN BURKHARD, VERTRIEBSLEITER VR DACH AKZONOBEL

PAINT PERFORMAIR

Der Höhepunkt der AkzoNobel-Managementkonferenz war die Enthüllung des Paint PerformAir durch Armin Dürr, Technical Manager VR DACH. „Wir müssen uns auf Investitionen einstellen“, sagte Dürr und verwies auf den permanenten Bedarf an Weiterbildung, Schulungen und neuen Werkzeugen. Die Kostenstruktur gestalte sich im Betrieb aktuell folgendermaßen: Sechs bis elf Prozent für Lack und Material, 45 bis 50 Prozent für Personal, sechs bis acht Prozent Energie sowie 30 bis 35 Prozent Ersatzteile. Essenziell seien Auslastung und Effizienz im Betrieb. Das neue Paint PerformAir sei eine „Revolution in der Spritzkabine“. Neben dem Antistatikeffekt werde die Druckluft auf bis zu 40 Grad erwärmt. Die Temperatur werde konstant gehalten und weniger Overspray ermöglicht. „Durch die Zugabe von Feuchtigkeit ist man von der Umgebung de facto unabhängig. Außerdem wird eine bessere Verspritzbarkeit gewährleistet, und das Aufwärmen der Kabine wird überflüssig“, erklärte Dürr. Das Paint PerformAir habe einen Energieverbraucht von zirka 30 Cent pro Tag und Gerät. Für Österreich hat Vertriebsleiter Daniel Kapeller vorderhand 20 Stück reserviert. Die KFZ Wirtschaft hatte schließlich noch die Möglichkeit eines Lokalaugenscheins im Karosserie- und Lackierzentrum Mobilack in Darmstadt. Lackierermeister Veikko Oettershagen schildert seine Erfahrungen mit Paint PerformAir: „Erstens schafft und erhält er ladungsfreie Oberflächen, er temperiert und befeuchtet die Druckluft und macht mich unabhängiger von der Umgebungstemperatur und der bestehenden Luftfeuchtigkeit. Das Einsparungspotenzial z.B. bei den Finishkosten ist enorm“, so Oettershagen.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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