Automechanika 2022

Optimismus am Aftermarket

Werkstattausrüstung
29.09.2022

 
Mit 78.000 Besucher aus 175 Ländern feierte die Automechanika in Frankfurt ein vorsichtiges Comeback. Besucher und Aussteller betonten die Bedeutung des persönlichen Gesprächs nach der langen Corona-Pause.
Automechanika 2022 in Frankfurt

2.804 ausstellende Unternehmen auf 19 Hallenebenen und auf dem Freigelände, dazwischen einige freie Standplätze und eher aufgelockerte Besucherströme in den Hallen und Gängen - im Vergleich zu 2018 verzeichnete die Automechanika heuer rund 40 Prozent weniger Besucher. Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, zeigt sich dennoch zufrieden: „Die hohe Internationalität der Aussteller aus 70 Ländern und der Besucher aus 175 Ländern zeigt klar: der internationale Automotive Aftermarket ist zurück in Frankfurt.“ Die laut Umfrage hohe Besucherzufriedenheit von 92% zeigt, dass die Schwerpunktthemen der diesjährigen Automechanika auf eine große Resonanz stießen. Digitalisierung, Remanufacturing, alternative Antriebe und Elektromobilität stellen Werkstätten und Handel vor große Herausforderungen.

Events und Workshops

350 Events, darunter Vorträge neuer Marktteilnehmer und kostenlose Workshops für Kfz-Profis, lockten zahlreiche Zuschauer an. Am ersten Messetag begegneten einander die Chefs der führenden Key Player beim CEO-Breakfast, das von ZF Aftermarket unterstützt wurde. Die Sonderschau ‚Innovation4Mobility‘ behandelte Themen wie Batterietechnologie, alternative Antriebe, Wasserstoff, Solartechnik, E-Commerce und die Vernetzung von Fahrzeugen. Die Besucherstatistik zeigt, dass auffällig viele junge Menschen auf die Messe kamen, um sich über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Automotive Aftermarket zu informieren. Der gemeinnützige junge Verband Talents4AA, der Fachkräfte für den Automotive Aftermarket rekrutiert, konnte im Lauf der fünf Messetage seine Mitgliederanzahl signifikant steigern.

Fachkräfte am Start

Peter Börner, Präsident des deutschen Zentralverbandes Karosserie- und Fahrzeugtechnik e.V. zieht ein positives Fazit: „Workshops, Schadentalk und das gemeinsame berühmte Bier nach vier zeigten endlich wieder einmal, dass die Branche lebt! In Zeiten des Fachkräftemangels war hier insbesondere der Kontakt zu potenziellen Auszubildenden besonders wichtig und beliebt.“ Gemeinsam mit den Branchenverbänden des KFZ-Gewerbes und der Fahrzeuglackierer konnten junge Menschen dort selbst eine Karosserie aus Blech herstellen, lackieren, mit einem Chassis inklusive Elektromotor zusammenbauen und das fahrende Modellauto dann mit nach Hause nehmen.