Fortbildung

Mobilitätscampus spielt schon fast alle Stückerl

Aus- und Weiterbildung
14.03.2022

­Wiens neuer Hotspot in Sachen Fortbildung in der Fahrzeugtechnik wird sukzessive ­hochgefahren. Die Grundausbildung zur Kfz-Begutachtung nach §57a sowie die periodische Weiterbildung laufen bereits im Vollbetrieb.
Werkstatt am Mobilitätscampus

Am Freihof 23, 1220 Wien. Dies soll die erste Adresse in Wien werden, wenn es um die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Bereich der Kfz-Technik geht. Die Wiener Landesinnung hat Ende 2021 begonnen, hier eine hochwertige Lehrwerkstatt zu installieren. Die KFZwirtschaft hat nachgefragt, was nun der aktuelle Stand der Dinge ist. 

 „Vollbetrieb aufgenommen“

 „Wir haben bei den Grund- und periodischen Weiterbildungen den Vollbetrieb aufgenommen“, sagt der Wiener Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechniker, Georg Ringseis. Ein reibungsloser Ablauf der Schulungen sei gewährleistet. 

Hintergrund: Die Automotive Akademie vom Österreichischen Wirtschaftsverlag, die unter anderem die vorgeschriebenen §57a-Grundausbildungen und Weiterbildungen im Auftrag der Wiener Landesinnung veranstaltet, ist beim Mobilitätscampus von Anfang an mit an Bord, hat ihren alten Standort im Süden Wiens aufgegeben und ist gleich mit übersiedelt. 

Wirtschaftsverlag-Geschäftsführer Thomas Letz betont, dass am neuen Standort optimale Bedingungen herrschen, und meint: „Es freut mich, dass wir unseren Kunden einen nahtlosen Übergang zum neuen Standort ermöglichen konnten, ohne den Betrieb der Automotive Akademie unterbrechen zu müssen.“ Selbstverständlich läuft der Betrieb unter strengen Corona-Regelungen. Es können nur Personen teilnehmen, die entweder geimpft oder genesen sind oder einen gültigen PCR-Test haben (2,5 G). 

Lehrwerkstatt und Seminarräume

Georg Ringseis
Georg Ringseis, Landesinnungsmeister der Wiener Fahrzeugtechniker, ist stolz auf den neuen Mobilitätscampus in „Transdanubien“, wie die Bezirke nördlich der Donau in Wien bezeichnet werden.  

Auf dem Areal eines ehemaligen Lagers einer Bau­firma entsteht auf einer Fläche von 400 m2 eine moderne Lehrwerkstatt, darüber befinden sich auf rund 200 m2 Seminarräume.

Ein einziges Problem hat es laut Ringseis im November gegeben, nämlich Lieferschwierigkeiten bei der Heizung. „Aber das ist sich dann gerade noch ausgegangen, auch weil uns der Wettergott gnädig war“, erinnert sich der Branchenvertreter an den warmen Herbst. 

Danach ging es dann Schlag auf Schlag: „Im November und Dezember des Vorjahres haben auch schon erste Lehrabschlussprüfungen der Kfz-Techniker am Mobilitätscampus stattgefunden“, berichtet Ringseis.

Neue Lackierkabine

Ringseis betont, dass der Campus aber auch für Ausbildungen in Karosserie­bau- und Lackiertechnik geeignet sein soll. Für die Spenglerei seien bereits Werkbänke und Maschinen geliefert worden und eine Lackierkabine wurde vor kurzem ebenfalls schon eingebaut. 

Ein Hochvolt-Arbeitsplatz soll noch folgen. Die Landesinnung möchte mit dem Fortbildungscampus dem Fachkräftemangel entgegenwirken und zollt auch der rasanten technologischen Entwicklung Tribut. 

Die zwischenzeitliche Verschärfung der Corona-Pandemie ist bzw. war freilich auch für die Organisatoren des Mobilitätscampus unerfreulich. „Omikron tut sehr weh“, sagt Ringseis. Schließlich musste man von Abendveranstaltungen und Vorträgen für Mitglieder der Interessenvertretung bisher Abstand nehmen.