Wirtschaftsfaktor

Die Oldtimerszene blüht

Oldtimer
09.11.2022

 
Eine aktuelle Studie belegt, dass 92 Prozent der Österreicher Oldtimer als Kulturgut betrachten, das erhalten werden soll.
Gefragter Kabinenroller: Vespa 400 aus den 1950er Jahren.

Die Studie wurde im Auftrag von Christian Schamburek, Herausgeber und Autor des Oldtimer Guide und Generalsekretär des Kuratoriums Historische Mobilität Österreich durchgeführt. Aktueller Anlass: Umweltthemen, Fragen bezüglich der zukünftigen Mobilität, Regierungskonstellationen, die Pandemie, der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, Inflation und der Anstieg der Energiepreise haben deutliche Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Die Frage war, welche Auswirkung diese Entwicklungen auf das Marktsegment der historischen Fahrzeuge haben.

Automobile Milliardenwerte

Fazit der Studie: Herr und Frau Österreicher lieben klassische Automobile und Zweiräder. 90 Prozent freuen sich, wenn sie einen Oldtimer auf der Straße sehen. 92 Prozent sehen Oldtimer als Kulturgut an, das erhalten werden soll und knapp 100.000 Österreicher besitzen einen historischen Pkw oder ein Motorrad. Das ergibt die stolze Summe von rund 5,6 Milliarden Euro an Bestandswerten, die in Österreich in privaten Händen mit Freude gehegt und gepflegt werden, um auch zukünftigen Generationen die Geschichte der Mobilität vor Augen führen zu können. Denn Oldtimer sind Zeitzeugen der Geschichte der Mobilität und als solche auch in Zukunft auf Österreichs Straße zu erhalten. Der Bestand an historischen Automobilen in Relation zum Gesamtbestand beträgt 2,9 Prozent. Die Kilometerleistung aller Oldtimer Automobile pro Jahr liegt anteilsmäßig um die 0,3 Prozent in Relation zur Gesamtlaufleistung aller Pkw in Österreich. Historische Fahrzeuge werden selten, achtsam und vorsichtig benutzt. Die geringe Laufleistung zeigt auch, dass Oldtimer in Bezug auf das Thema Umwelt nicht von Relevanz sind.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Gesamtumsätze der Oldtimerbranche summieren sich in Österreich auf rund 756 Millionen Euro pro Jahr. Diese Zahl setzt sich aus den direkten und indirekten Ausgaben der BesitzerInnen und den im Inland relevanten Käufen und Verkäufen zusammen. Vor allem Handwerks-, Klein- und Mittelbetriebe sowie Tourismusregionen profitieren von den Ausgaben, die im Rahmen von Veranstaltungen und Messen getätigt werden.