Technokonzern trotzt der Krise

Mahle setzt starkes Signal in Kärnten

Nahezu täglich berichten Medien über Zulieferbetriebe der Automobilindustrie, die unter dem Druck von Transformation, Kostendruck und rückläufigen Stückzahlen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Umso bemerkenswerter sind Nachrichten, die einen anderen Akzent setzen.

Ein solches Signal kommt nun von Mahle. Der Technologiekonzern stärkt seinen Standort in St. Michael ob Bleiburg in Kärnten und vergibt ein neues Produkt zur Serienfertigung an das dortige Werk. Ab 2029 soll hier ein Luftbefeuchter für Brennstoffzellenfahrzeuge, eine Schlüsselkomponente für wasserstoffbasierte Antriebssysteme, produziert werden.

Luftbefeuchter übernehmen in Brennstoffzellen die präzise Regulierung von Luftfeuchtigkeit und Luftstrom. Damit tragen sie wesentlich zur Effizienz und Lebensdauer des Gesamtsystems bei. Die Entscheidung, dieses Produkt in Kärnten zu fertigen, ist mit umfassenden Investitionen verbunden: Mahle plant den Aufbau neuer Produktionslinien, die Modernisierung von Infrastruktur und Technik sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter.

Die Wahl fiel auf St. Michael ob Bleiburg aufgrund des bestehenden Prozess-Know-hows am Standort. Insbesondere in den Bereichen Schweiß-, Klebe-, Spritzguss- und Medientechnologie verfügt das Werk über langjährige Erfahrung in der Industrialisierung komplexer Produkte. Auch zentrale Fertigungsschritte des neuen Luftbefeuchters, darunter die Herstellung des sogenannten Stackers, erfolgen direkt vor Ort. Sämtliche Spritzgussteile entstehen ebenfalls im Werk.

Der Standort St. Michael ist seit 1999 Teil des Mahle Konzerns und beschäftigt derzeit rund 1.300 Mitarbeitende. Er gilt als Leitwerk für Thermomanagement- und Filtersysteme und ist mit eigener Lehrlingsakademie eines der größten Ausbildungsunternehmen in Unterkärnten.

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