Der Lackhersteller Axalta baut sein digitales Angebot weiter aus und setzt dabei verstärkt auf künstliche Intelligenz. In Kooperation mit dem Technologieanbieter aspaara wird eine neue Planungslösung eingeführt, die speziell für Karosserie- und Lackierfachbetriebe entwickelt wurde. Die Anwendung ist Teil des Axalta-Programms „Drivus“ und soll sich nahtlos in bestehende Managementsysteme integrieren lassen.

Kern der Lösung ist eine KI-gestützte Analyse und Steuerung von Betriebsabläufen. Nach der Implementierung erstellt das System eine digitale Abbildung der jeweiligen Lackierwerkstatt und simuliert wöchentlich tausende mögliche Szenarien. Auf dieser Basis werden Prognosen erstellt, die eine laufende Anpassung der Planung ermöglichen.

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Digitale Abbildung der Werkstattprozesse

Durch die kontinuierliche Simulation von mehr als 5.000 Szenarien pro Woche kann das System Engpässe frühzeitig erkennen und alternative Abläufe vorschlagen. Ziel ist es, den Durchsatz zu erhöhen und gleichzeitig vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Ohne zusätzlichen Personalaufwand sollen Verbesserungen von bis zu 16 Prozent beim Durchsatz möglich sein.

Darüber hinaus unterstützt die Lösung einzelne Prozessschritte im Lackierablauf. Dazu zählen unter anderem die Koordination von Arbeitsplätzen, die Auslastung von Spritzkabinen sowie die Terminplanung.

Fokus auf Effizienz und Planungssicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion des Planungsaufwands. Durch automatisierte Abläufe und KI-gestützte Empfehlungen könne dieser um bis zu 75 Prozent sinken. Gleichzeitig behalten Betriebsleiter die Kontrolle über die Prozesse, da vorgeschlagene Anpassungen individuell übernommen, verändert oder abgelehnt werden können.