Mit der Einführung der Lambdasonde schuf Bosch eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien der modernen Verbrennungstechnik. Erstmals kam sie 1976 in Serienfahrzeugen von Volvo zum Einsatz. Durch die präzise Messung des Restsauerstoffgehalts im Abgas ermöglicht sie die Regelung des optimalen Luft-Kraftstoff-Gemischs und damit die effiziente Funktion des Drei-Wege-Katalysators.
Auf die zunächst für Benzinmotoren entwickelte Sprungsonde folgte später die Breitband-Lambdasonde. Sie eröffnete zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in Dieselmotoren sowie bei modernen Motorkonzepten wie der Benzin-Direkteinspritzung.
Auch im Ersatzteilgeschäft spielt die Technologie eine wichtige Rolle. Mit rund 1.000 Versionen deckt Bosch nach eigenen Angaben etwa 70 Prozent der europäischen Fahrzeugflotte ab. Alle Sensoren für den freien Werkstattmarkt durchlaufen dabei dieselben Qualitäts- und Freigabeprozesse wie Produkte für die Erstausrüstung.
Die Messtechnik der Lambdasonde wird inzwischen nicht nur in Pkw und Nutzfahrzeugen eingesetzt. Auch Motorräder, Heizsysteme und sogar Backöfen nutzen die Technologie, um Verbrennungs- und Garprozesse präzise zu steuern.