Während in Österreich batterieelektrische Pkw im ersten Halbjahr 2026 einen Marktanteil von fast 25 Prozent einen neuen Höchststand erreichen, zeichnet die von Bridgestone unter 2.000 Autofahrern im Vereinigten Königreich durchgeführte Umfrage ein anderes Bild. Demnach geben 26 Prozent der Befragten an, grundsätzlich kein Elektrofahrzeug kaufen zu wollen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als dieser Anteil noch bei 17 Prozent lag.

Batterie und Reichweite bleiben größte Hürden

Als wichtigste Kaufbarriere nennen 55 Prozent der Befragten die Lebensdauer und mögliche Austauschkosten der Antriebsbatterie. Die Hälfte sorgt sich um die Kosten des Ladens, während jeweils rund 44 Prozent die Reichweite und den Anschaffungspreis eines Elektrofahrzeugs als Hemmnis sehen. Auch die Ladeinfrastruktur bleibt aus Sicht vieler Verbraucher ausbaufähig. 43 Prozent der Befragten halten das Angebot an öffentlichen Ladestationen für unzureichend, 41 Prozent kritisieren die Dauer der Ladevorgänge. Trotz dieser Vorbehalte zeigt die Umfrage auch Potenzial: 53 Prozent können sich vorstellen, innerhalb der kommenden fünf Jahre ein Elektrofahrzeug zu kaufen, weitere sieben Prozent sind noch unentschlossen.

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Entwicklung auch für Österreich relevant

Auch wenn die Umfrage in Großbritannien durchgeführt wurde, sind viele der genannten Fragestellungen auch hierzulande bekannt. Zwar steigt auch in Österreich der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge kontinuierlich, dennoch beeinflussen Anschaffungskosten, Ladeinfrastruktur, Reichweite und Fragen zur Batterielebensdauer nach wie vor die Kaufentscheidungen vieler Kunden.

Für den österreichischen Fahrzeughandel und die Werkstätten bedeutet das, dass sie über einen längeren Zeitraum auf einen gemischten Fahrzeugbestand eingestellt sein müssen. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybridmodelle und batterieelektrische Fahrzeuge werden parallel in den Werkstätten betreut werden. Entsprechend gewinnen Investitionen in Hochvolt-Kompetenz, Diagnoseausrüstung und Mitarbeiterschulungen weiter an Bedeutung, ohne dass das klassische Servicegeschäft rund um Verbrennungsmotoren kurzfristig an Relevanz verliert.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Neben der Wartung von Hochvoltsystemen rücken Reifen mit optimierten Eigenschaften für Elektrofahrzeuge, Achsvermessung sowie Fahrwerks- und Reifenservice stärker in den Fokus. Da Elektrofahrzeuge aufgrund ihres höheren Gewichts und des sofort anliegenden Drehmoments Reifen besonders beanspruchen, steigt die Bedeutung hochwertiger, speziell auf diese Anforderungen ausgelegter Produkte.

Reifenhersteller begleiten den Wandel

Bridgestone sieht sich auf diese Entwicklung vorbereitet und bietet mit seinem EV Ready-Reifenportfolio Produkte an, die sowohl für Elektrofahrzeuge als auch für Modelle mit Verbrennungsmotor geeignet sind. Dazu zählt unter anderem der Bridgestone Turanza 6.