Angesichts der bisherigen Entwicklung erscheint ein Gesamtmarkt von mehr als 300.000 Neuzulassungen für 2026 möglich. Entscheidend dafür wird das vierte Quartal sein. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, zeigt sich grundsätzlich optimistisch, warnt jedoch vor einer einseitigen Orientierung an den Absatzzahlen: „Wir haben nichts davon, wenn wir uns an Stückzahlen erfreuen, aber am Ende des Tages nichts in der Kasse bleibt. Denn der Preis- und Wettbewerbsdruck werden weiter steigen.“
Elektroautos legen deutlich zu
Besonders stark wächst das Segment der batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV). Von Jänner bis September wurden in Österreich 63.172 reine Elektroautos neu zugelassen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 entspricht das einer Steigerung um 36,9 Prozent. Der BEV-Marktanteil erreichte damit 26,2 Prozent. Unter Einrechnung der Plug-in-Hybride verfügen bereits mehr als 37 Prozent aller neu zugelassenen Pkw über einen externen Ladeanschluss.
Als wesentliche Gründe für diese Entwicklung sehen Experten die gestiegenen Kraftstoffpreise, eine zunehmende Auswahl preislich attraktiver Elektrofahrzeuge sowie technische Fortschritte bei Reichweite und Alltagstauglichkeit. Schützinger erwartet eine Fortsetzung des Trends: „Wir sehen, dass sich die BEVs bei vielen Kunden als attraktivste Form der Mobilität durchsetzen bzw. in deren Alltag Einzug halten.“
Volkswagen-Konzernmarken halten 39 Prozent Marktanteil
Die Marken des Volkswagen Konzerns verzeichneten in den ersten neun Monaten insgesamt 93.917 Pkw-Neuzulassungen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent beziehungsweise 6.289 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr. Der gemeinsame Marktanteil lag bei 39 Prozent. Auch bei batterieelektrischen Fahrzeugen sind die Konzernmarken stark vertreten. Mit 17.322 Neuzulassungen erreichten sie einen BEV-Marktanteil von 27,4 Prozent. Im Markenranking belegten Škoda, Volkswagen, CUPRA und Audi die Plätze zwei, fünf, acht und neun.
Für das letzte Quartal erwartet die Porsche Holding angesichts des bestehenden Auftragsbestands und neuer Modelle eine weiterhin positive Entwicklung. Zusätzliche Impulse sollen insbesondere die neuen elektrischen Kleinwagen von CUPRA, VW und Škoda bringen. Gleichzeitig rechnet man damit, dass sich der Wettbewerb im Elektrosegment durch das wachsende Angebot chinesischer Hersteller weiter verschärfen wird.
