Während Wartung und Reparatur für Umsatz sorgen, müssen Werkstattinhaber parallel zahlreiche gesetzliche und organisatorische Pflichten erfüllen. Motul setzt hier mit dem bereits 1989 eingeführten Konzept „Das Grüne Dach“ an. Mittlerweile sind bereits rund 5.000 Werkstätten dafür registriert, etwa 3.500 davon nutzen die gebündelten Programme. Ziel ist es, Betriebe bei Verwaltungs- und Compliance-Aufgaben zu unterstützen oder einzelne Tätigkeiten über Kooperationspartner abzuwickeln.

Arbeitssicherheit stärker im Fokus

Einen Schwerpunkt bildet derzeit die Arbeitssicherheit. Werkstätten weisen durch Hebebühnen, Maschinen, Gefahrstoffe, elektrische Anlagen und andere Arbeitsmittel zahlreiche potenzielle Gefahrenstellen auf. Gleichzeitig bleibt die Verantwortung für die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben beim Unternehmer. Mit ProSafeCon hat Motul deshalb einen neuen Kooperationspartner in das Programm aufgenommen. Werkstattinhaber können grundsätzlich entscheiden, ob sie Aufgaben der Arbeitssicherheit im Rahmen eines Unternehmermodells selbst übernehmen oder eine externe Fachkraft hinzuziehen. „Welcher der beiden Ansätze sinnvoll ist, hängt von Betriebsgröße, Zeitressourcen und dem gewünschten Betreuungsumfang ab; die juristische Verantwortung bleibt so oder so beim Unternehmer“, erklärt Christian Ohm, Business Development Manager bei Motul und verantwortlich für „Das Grüne Dach“.

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Über die Kooperation können externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit eingebunden werden. Vorgesehen ist unter anderem eine jährliche Betriebsbegehung. Für kleinere Betriebe kann eine solche externe Unterstützung vor allem dann interessant sein, wenn intern weder ausreichend Zeit noch entsprechendes Fachwissen zur Verfügung stehen.

Entsorgung bleibt wichtiges Thema

Ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts ist die Entsorgung von Betriebsstoffen und Abfällen. Altöl, Brems- und Kühlflüssigkeiten sowie Filter müssen nicht nur fachgerecht gesammelt und entsorgt werden. Werkstätten müssen auch die jeweiligen Anforderungen an Lagerung und Dokumentation berücksichtigen. Kontrollen zur fachgerechten Altöllagerung hätten im laufenden Jahr deutlich zugenommen. Fragen zu geeigneten Altöltanks, doppelwandigen Gebinden oder der Lagerung von Gefahrstoffen können deshalb auch für kleinere Betriebe schnell relevant werden.

Mehr Zeit für das Kerngeschäft

Der Nutzen solcher Dienstleistungen liegt für Werkstätten vor allem in der organisatorischen Entlastung. Gesetzliche Vorgaben verschwinden durch externe Unterstützung zwar nicht und auch die unternehmerische Verantwortung bleibt bestehen. Fachkundige Partner können jedoch dabei helfen, Anforderungen zu erfassen, Fristen im Blick zu behalten und notwendige Maßnahmen nachvollziehbar zu dokumentieren. Gerade für freie Werkstätten, in denen administrative Aufgaben häufig vom Inhaber oder wenigen Mitarbeitern zusätzlich zum Tagesgeschäft erledigt werden, kann dies wertvolle Arbeitszeit freimachen.

Auto auf Hebebühne