Sicherheit

Brandalarm an Bord

Elektromobilität
24.05.2022

 
Continental bringt ein Stromsensormodul und eine Batterieanprallerkennung für die Verbesserung der Sicherheit von E-Autos auf den Markt.
Brandalarm an Bord
Aufgewirbelte Steine können den Akku beschädigen.

Das Stromsensormodul misst den Strom und erfasst gleichzeitig die Temperatur des Fahrzeugakkus. Beide Werte sind als Eingangsgrößen für das Batteriemanagement von großer Bedeutung. Der Sensor schützt die Batterie vor Überstrom und erhält gleichzeitig die Batterieeigenschaften, indem er Alterungseffekte begrenzt. Entweder in der sogenannten Battery Disconnect Unit oder in der Batterie selbst integriert, liefert das Stromsensormodul die beiden entscheidenden Informationen für die Batterieschutzfunktion und eine zuverlässige Reichweitenüberwachung. Um die strengen Anforderungen an die funktionale Sicherheit zu erfüllen, ist das Stromsensormodul als zweikanaliger Sensor ausgelegt, der durch die Integration von Shunt- und Hall-Technologie in einer kompakten, einzigen Einheit den Strom unabhängig misst.

Kritischer Aufprall

Die Lithium-Ionen-Batterie eines Elektroautos ist in der Regel im Unterboden untergebracht, wo ihr Gewicht zu einem niedrigen Schwerpunkt beiträgt, und wo sie durch die Fahrzeugstruktur gut geschützt ist – mit zwei möglichen Ausnahmen: Bei hohen Geschwindigkeiten können Gegenstände wie Steine oder Spanngurte aufgewirbelt werden und den Unterboden beschädigen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann auch der Bodenkontakt während eines Einparkmanövers Schäden verursachen. Deshalb sind Elektrofahrzeuge mit einer großen und oft schweren Abdeckung versehen, die das Batteriefach von der Unterseite her schützt. Wenn es jedoch zu einem Anprall kommt, muss der Fahrer oder die Fahrerin selbst entscheiden, ob das Fahrzeug in einer Werkstatt überprüft werden muss. „Das ist keine zufriedenstellende Situation, denn die Sicht unter dem Auto ist schlecht und es braucht ein geschultes Auge, um den tatsächlichen Schaden zu beurteilen“, sagt Johannes Clemm, Geschäftsführer der Continental Safety Engineering International in Alzenau. Um hier Abhilfe zu schaffen und einen leichteren Unterbodenschutz zu ermöglichen, hat Continental die drucksensorbasierte Batterieanprallerkennung entwickelt. Das System erkennt und klassifiziert Unterbodenanpraller oder -intrusionen, um den Fahrer oder die Fahrerin zu warnen, wenn die Integrität der Batterie verletzt worden sein könnte. Auf diese Weise kann der Autobesitzer Vorsichtsmaßnahmen treffen, bevor sich eine defekte Batterie später entzünden könnte. „Darüber hinaus identifiziert die Batterieanprallerkennung den Bereich des Schadens, sodass das Batteriemanagement die Zellen in diesem Bereich entleeren kann, um eine Brandgefahr zu vermeiden“, fügt Clemm hinzu.