Landeslehrlingswettbewerb

Die besten KFZ-Lehrlinge Wiens

Landeslehrlingswettbewerb
21.06.2022

 
Beim Landeslehrlingswettbewerb an der Siegfried Marcus Berufsschule wurden die besten Lehrlinge Wiens in den Berufen Kraftfahrzeugtechnik und Karosseriebautechnik gekürt.
Die Wiener Landessieger der Karosseriebautechniker: Dieter Merkl (BR Stv.), Philipp Trella (2. Platz), Felix Haas (1. Platz), Abdülkadir Yayla (3. Platz), Georg Ringseis (LIM Wien), Ernst Bauer (BDS) (v.l.)
Die Wiener Landessieger der Karosseriebautechniker: Dieter Merkl (BR Stv.), Philipp Trella (2. Platz), Felix Haas (1. Platz), Abdülkadir Yayla (3. Platz), Georg Ringseis (LIM Wien), Ernst Bauer (BDS) (v.l.)

„Der heutige Tag hat wieder einmal bewiesen, wieviel Talent unsere Wiener Lehrlingsmädchen und Lehrlingsburschen haben“, so Georg Ringseis, Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik Wien: „Wir sind stolz auf euch alle!“ Sieger im Bereich Karosseriebautechnik wurde Felix Haas von Porsche Inter Auto 1230, Platz zwei erreichte Philipp Trella ebenso von Porsche Inter Auto 1230, Platz drei ging an Abdülkadir Yayla von BMW Zitta.

Lehre, Matura, Meisterprüfung

Der 18-jährige Felix Haas zeigte sich überrascht und glücklich, als er den Siegespokal entgegen nahm: „Die Konkurrenz war stark“, bemerkte der junge Wiener und zeigte sich selbstbewusst: „Ich weiß zwar schon um meine Talente und bin vom Charakter auch definitiv jemand, der das absolute Maximum und stets das Beste aus sich rausholen will, aber dass es sich für den ersten Platz ausgegangen ist, macht mich echt stolz.“ Nun geht es für den 18-Jährigen weiter zum Bundeslehrlingswettbewerb im Herbst, wo er für Wien antritt. „Dort wird‘s deutlich schwieriger, weil das Niveau höher ist, aber ich werde wie immer versuchen, bestmöglich abzuschneiden“, gibt sich Haas ehrgeizig. Der angehende Karosseriebautechniker will neben dem Lehrabschluss im Jänner 2023 auch die Matura absolvieren, danach steht die Meisterprüfung an. Für Jugendliche, die noch keine konkreten Pläne für ihre Zukunft haben, hat er gute Tipps parat: „Informiert euch über Lehrberufe bei Messen oder im Internet, sucht euch etwas, was euch interessiert, wenn ihr handwerklich begabt seid, geht ins Handwerk. Und stresst euch nicht, denn man muss ja nicht in dem Beruf bleiben, aber in den drei, vier Lehrjahren lernt man viel fürs Leben.“ Positiv merkt er zudem an, dass Lehrberufe heutzutage schon ganz gut bezahlt werden. Für seinen Erfolg bedankt sich Haas auch bei seinen Ausbildnern bei Porsche Liesing. „Wir versuchen, uns als Team ständig zu verbessern, es gibt wohl kaum einen Betrieb in Wien, wo man mehr Chancen bekommt als bei uns.“

Die Wiener Landessieger der Kfz-Techniker: Dieter Merkl (BR Stv.), Matthias Winkler (2. Platz), Felix Raub (1. Platz), Taita-Theres Ekelhardt (3. Platz), Georg Ringseis (LIM Wien), Ernst Bauer (BDS), Thomas Rab (v.l.)
Die Wiener Landessieger der Kfz-Techniker: Dieter Merkl (BR Stv.), Matthias Winkler (2. Platz), Felix Raub (1. Platz), Taita-Theres Ekelhardt (3. Platz), Georg Ringseis (LIM Wien), Ernst Bauer (BDS), Thomas Rab (v.l.)

Gefragte Talente

In der Kategorie Kraftfahrzeugtechnik konnte sich Felix Raub den ersten Platz sichern, auf Platz zwei landete Matthias Winkler, beide absolvieren ihre Ausbildung bei Pappas. Platz drei ging an Taita Ekelhart von PA Triesterstraße Stellantis. Sieger Felix Raub, 18 Jahre jung, macht für seinen Erfolg auch das guten Ausbildungsumfeld bei Pappas verantwortlich: „Ich habe dort echt viel gelernt und lerne immer noch viel. Toll ist, dass man während der Lehrzeit alle sechs Monate in eine neue Abteilung wechselt. So lernt man alle Abteilungen kennen und kann sich dann entscheiden, in welcher man bleiben möchte.“ Raub bedankte sich bei seinen Ausbildnern, die sich vor dem Lehrlingswettbewerb extra Zeit für ein Extracoaching und Übungen in der Lehrwerkstatt genommen hatten. Nun geht es für den 18-Jährigen ebenso weiter zum Bundeslehrlingswettbewerb im Herbst, wo er für Wien antritt. Raubs Liebe zu Autos wurde ihm in die Wiege gelegt, da sein Vater ein passionierter Schrauber ist. Raub will sich nach der Lehre zum Kundendienstberater weiter bilden. In seiner Freizeit schraubt er an seinem Mercedes 190er aus 1991 herum. „Der Wagen ist in bestem Zustand, eine wahre Wertanlage“, berichtet er stolz. Auch er hat für Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, gute Tipps parat: „Hört nicht auf andere, sondern auf euch selbst: Fragt euch: Was mache ich gerne? Wenn du den ganzen Tag lang gerne bastelst und schraubst, solltest du Mechaniker werden, wenn du gut im Kommunizieren mit anderen Menschen bist, gehe in den Kundendienst."