Ein Knall für mehr Sicherheit

Elektromobilität
26.01.2022

 
Der Technologiekonzern Rheinmetall entwickelte ein Pyrofuse-System für E-Autos und gewann damit den „2021 China Automotive & Parts Industry Developing & Innovation Award“.

Die von der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators entwickelte kompakte Pyrofuse-Komponente gewinnt den Preis im Bereich New Energy. Rheinmetalls Hochvolt-Pyrofuse trennt die Batterie oder das DC-Ladegerät im Falle eines Unfalls oder einem Kurzschluss und reduziert so mögliche Gefahren für Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte. Das System sorgt für den sicheren Betrieb von batterie-elektrischen Fahrzeugen (BEV), Plug-in Hybriden (PHEV) und Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb (FCEV). Es hat eine ultraschnelle Reaktionszeit von unter einer Millisekunde und unterbricht sofort die Stromzufuhr.

Effiziente Komponente

Die Sicherheitskomponente von Rheinmetall ist ausgelegt für eine Betriebsspannung von 450 bis 1000 Volt Gleichspannung (DC) und trennt hohe Ströme bis 30 Kiloampere (kA) zuverlässig bei Temperaturen von bis zu 120 °C. Das Pyrofuse-System ist hinsichtlich des elektrischen Innenwiderstands (<30 μ Ohm) führend in seinem Bereich und reduziert zudem Leistungsverluste und die thermische Eigenerwärmung. Weitere Vorteile sind das geringe Gewicht und die kosteneffiziente Bauweise sowie die Fähigkeit, Kurzschlussströme ohne Austritt von leitenden und heißen Gasen abzuschalten. Darüber hinaus ist das System auch mit einem integrierten Stromsensor erhältlich, dadurch können Kosten, Bauraum und Montageaufwand eingespart und die Anpassung der Komponenten vereinfacht werden. Rheinmetall verfügt über langjährige Expertise in der Pyrotechnik und produziert unter anderem Airbag-Zünder und Gurtstraffer mit pyrotechnischen Lösungen, die im Gefahrenfall sensorgesteuert sofort reagieren.