Die Zukunft der Klimawartung

CO2
14.03.2018

 
Das Autohaus Pappas in der Grazer Schippingerstraße schleust pro Tag nicht weniger als 100 Autos durch seine Werkstätte und ist damit der größte Mercedes-Benz-Spezialist in der Steiermark.
Pappas Graz-Betriebsleiter Karl Proß und Werkstattmitarbeiter Thomas Pöschl demonstrieren vor dem AVL Ditest-Team Renate Kormann, Dietmar Muchitsch und Peter Kerschenbauer (rechtes Bild, v. l.), wie sich das vollautomatische CO<sub>2</sub>-Klimaservicegerät ADS 310 im Werkstattalltag bewährt.
Pappas Graz-Betriebsleiter Karl Proß und Werkstattmitarbeiter Thomas Pöschl demonstrieren vor dem AVL Ditest-Team Renate Kormann, Dietmar Muchitsch und Peter Kerschenbauer (rechtes Bild, v. l.), wie sich das vollautomatische CO<sub>2</sub>-Klimaservicegerät ADS 310 im Werkstattalltag bewährt.

In der weiträumigen Werkstatthalle trifft man sämtliche Modellreihen und Baujahre des traditionsreichen Stuttgarter Herstellers an. So wartet gleich hinter einem hellblauen 280 SL Cabrio aus den 1960er-Jahren ein aktueller Mercedes-Maybach S 560 4MATIC auf die Überprüfung seiner Klimaanlage. Werkstattmitarbeiter Thomas Pöschl öffnet die Motorhaube über dem 4,0-Liter-V8-Biturbo und verkuppelt die Klimaanlage über zwei Schlauchventile mit dem Klimaservicegerät AVL Ditest ADS 310.

„Wir haben uns dieses Servicegerät geleistet, weil wir auf dem modernsten Stand der Technik bleiben wollen“, erklärt Pappas- Betriebsleiter Karl Proß. Obwohl das Kühlmitt el R744, das praktisch aus reinem CO2 besteht, vorerst nur in den Premiumfahrzeugen Mercedes S-Klasse Limousine und Coupè eingesetzt wird, rechnet er damit, dass es in Zukunft auch in der Mitt elklasse Einzug halten wird.

„Da wir derzeit die einzige Mercedes-Werkstatt in der Region mit einem CO2-Servicegerät sind, bekommen wir auch immer wieder Kunden von kleineren Betrieben aus der Umgebung“, berichtet Proß.

AUTOMATISCHES KLIMASERVICE

Das natürliche Kältemitt el CO₂ kann zu Beginn der Serviceprozedur gefahrlos an die Umgebungsluft abgelassen werden. Das ADS 310 erzeugt vollautomatisch ein Vakuum im System, trocknet die Anlage und füllt sie mit frischem CO₂ vor. Nach einer Dichtheitsprobe wird die Anlage vollständig gefüllt, wobei ein Ruhedruck von rund 60 Bar erreicht wird. „Der hohe Druck war eine der Herausforderungen bei der Entwicklung des ADS 310“, sagt Dietmar Muchitsch, Leiter des Produktmanagements bei AVL Ditest. „Bei unseren Tests haben die Kupplungen einem Druck von bis zu 700 Bar standgehalten“, ergänzt AVL Ditest-Techniker Peter Kerschenbauer. Der große Unterschied zum aktuell in Neufahrzeugen vorgeschriebenen Kältemittel r1234yf: Dieses zirkuliert zwar mit wesentlich geringerem Druck in den Klimaanlagen, ist jedoch rund zehnmal teurer als CO₂ und kann im Falle eines Fahrzeugbrandes in tödliche Gase zerfallen. So appelliert unter anderem der deutsche ADAC an die Automobilhersteller, die ungefährlichen und umweltverträglichen CO₂-Klimaanlagen so rasch als möglich weiterzuentwickeln und als Standardausrüstung in allen Serienfahrzeugen zu etablieren. AVL Ditest wird’s freuen, denn mit ihrem Servicegerät ADS 310 sind sie dann in puncto Klimawartung in der Pole Position.