Die 4-in-1-E-Achse von Schaeffler

Elektromobilität
13.06.2022

 
Das knappe Gut Wärme im E-Auto will Schaeffler durch eine neue Konstruktion besser nutzen, um damit die Effizienz von Stromern zu verbessern.
Die 4-in-1-E-Achse von Schaeffler

„E-Achsen sind ein zentraler Baustein unserer Elektromobilitätsstrategie“, sagt Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies der Schaeffler AG. Bisher werden dafür bis zu drei Antriebsteile in einer kompakten Einheit zusammengebracht. Mit der sogenannten 4-in-1-E-Achse geht Schaeffler nun einen Schritt weiter und integriert neben Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe auch das Thermomanagement in den Achsantrieb. Das spart Platz, Gewicht und sorgt für mehr Komfort. Ein besonders effizientes Thermomanagement sorgt zudem dafür, dass ein Auto mit einer Akkuladung weiter fährt und schneller lädt. 

In Elektroautos ist Wärme ein knappes und wertvolles Gut. Ihnen fehlt beispielsweise die Abwärme des Verbrenners, um den Innenraum zu heizen. Auch Reichweite und Schnellladefähigkeit hängen – gerade bei hohen oder niedrigen Außentemperaturen – wesentlich davon ab, ob es gelingt, beispielsweise die Batterie in einem geeigneten Temperaturfenster zu halten. „Das Thermomanagement hat maßgeblichen Einfluss auf Effizienz und Komfort des Fahrzeugs“, sagt Jochen Schröder, Leiter des Bereiches Elektromobilität bei Schaeffler.

Daher bietet das Unternehmen bereits Thermomanagementsysteme für alle Arten von Fahrzeugantrieben an und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Neu ist, das bisher zumeist separat betrachtete thermische System mit den Antriebsteilen einer klassischen E-Achse zu kombinieren. „Dabei entsteht ein hochintegriertes und kompaktes Gesamtsystem, das deutlich weniger Bauraum benötigt als nicht integrierte Lösungen“, sagt Schröder. Da auf unnötige Schläuche und Kabel verzichtet wird, geht zudem weniger Energie in Form von Wärme verloren. „Größter Vorteil des 4-in-1-Systems ist neben der kompakten Bauweise die Optimierung des Zusammenspiels der einzelnen Teilsysteme."