Der neue HVR55 wurde insbesondere für die Anforderungen elektrifizierter Fahrzeuge entwickelt. Durch die kompakte Bauweise und eine reduzierte Anzahl an Komponenten sollen sich Materialeinsatz, Bauraumbedarf und Systemkosten verringern lassen. Gleichzeitig berücksichtigt die Konstruktion die zunehmende Automatisierung in der Kabelbaumproduktion.
Für Spannungen bis 1.200 Volt
Technisch ist der Steckverbinder für Betriebsspannungen bis 1.200 V DC und eine Strombelastbarkeit von maximal 60 Ampere bei 85 °C Umgebungstemperatur ausgelegt. Unterstützt werden Kabelquerschnitte von vier und sechs Quadratmillimetern. Der zulässige Temperaturbereich reicht von minus 40 bis plus 140 °C. Damit deckt das System unterschiedliche Einsatzbedingungen innerhalb elektrischer Fahrzeugarchitekturen ab.
Rosenberger bietet den HVR55 in zwei- und vierpoligen Varianten an. Das Portfolio umfasst Kabelsteckverbinder für Einzeladerleitungen, Inline-Verbindungen innerhalb des Kabelbaums sowie Stiftwannen mit Flansch für den Anschluss von Kabeln und Stromschienen. Letztere sind sowohl in gerader als auch in um 90 Grad gewinkelter Ausführung erhältlich.
Sicherheit und Schutz im Hochvoltsystem
Ein wesentliches Entwicklungsziel war die zuverlässige Verbindung unter automobiltypischen Belastungen. Dafür verfügt der HVR55 über eine CPA-Sicherung (Connector Position Assurance), die ein unbeabsichtigtes Lösen der Steckverbindung verhindern soll. Optional ist eine Hochvolt-Verriegelungsschleife (HVIL) verfügbar, mit der sich der korrekte Verbindungszustand im Hochvoltsystem überwachen lässt. Die Vibrationsfestigkeit ist nach USCAR V1 und LV 215 PG 17 SG 2 spezifiziert. Die Validierung erfolgt gemäß den entsprechenden USCAR- und LV-215-Vorgaben. Im gesteckten Zustand erreicht das System die Schutzart IP6K9K und ist damit gegen Staub sowie Wasser bei Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung geschützt.
