Die Maßnahmen gelten für Waren der KN-Codes 4011 10 00 und 4011 20 10 und wurden mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1540 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Höhe der Zölle richtet sich nach dem jeweiligen Hersteller. Für Unternehmen der Hankook Group beträgt der endgültige Antidumpingzoll 4,3 Prozent. Für die Shandong Yongsheng Rubber Group sowie alle übrigen Einfuhren aus China werden 45,3 Prozent eingehoben. Andere Hersteller unterliegen einem Zollsatz von 24,4 Prozent.
Franz Doblhofer, Sprecher der Vulkaniseure und Reifentechniker in der Bundesinnung Fahrzeugtechnik, begrüßt die Entscheidung: „Durch die intensive Tätigkeit der Bundesinnung und unseres europäischen Verbandes BIPAVER ist es uns gelungen, Europa vor gefährlichen Billigprodukten zu schützen und einen Mindestqualitätsstandard auf Europas Straßen zu sichern.“
Vorausgegangen war ein Antidumpingverfahren, das die Europäische Kommission im Mai 2025 eingeleitet hatte. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass gedumpte Einfuhren den europäischen Reifenherstellern erheblichen Schaden zufügen. Mit den nun endgültigen Maßnahmen soll eine weitere Beeinträchtigung des Wirtschaftszweigs verhindert werden.