Die Anforderungen an die Farbtonbestimmung im Reparaturlackgeschäft sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Effektpigmente, unterschiedliche Glanzgrade und komplexe Fahrzeugoberflächen erschweren es Lackierbetrieben, bei Reparaturen eine möglichst exakte Übereinstimmung mit der bestehenden Lackierung zu erzielen. Digitale Mess- und Mischsysteme sollen dabei Fehler reduzieren und gleichzeitig Arbeitszeit sparen.
Mit der Auslieferung des 100.000sten Irus Scan zieht Axalta nun eine positive Zwischenbilanz seiner digitalen Farbtechnologie. Das Gerät bildet die Scan-Komponente des dreistufigen Axalta-Irus-Prozesses „Scannen – Finden – Mischen“. Dabei wird zunächst der Farbton direkt am Fahrzeug gemessen. Anschließend ermittelt das System die passende Farbformel, bevor diese für den Mischprozess bereitgestellt wird.
Farbtonbestimmung wird anspruchsvoller
„Von immer komplexeren Effektpigmenten bis hin zu verschiedenen Glanzgraden verändern sich Fahrzeugoberflächen weiterhin in rasantem Tempo. Die Geräte, auf die sich Lackierer verlassen, müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten“, erklärt Troy Weaver, President of Global Refinish bei Axalta. Das Erreichen von 100.000 ausgelieferten Einheiten sei ein wichtiger Meilenstein, der auf fast 50 Jahren Forschung und Entwicklung im Farbbereich aufbaue. Im Mittelpunkt stehe dabei das Ziel, Reparaturlackbetriebe bei einer präziseren, effizienteren und produktiveren Arbeitsweise zu unterstützen. Die Entwicklung entsprechender Messtechnik bei Axalta reicht bis 1978 zurück. Aus den ursprünglichen Tischgeräten entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte tragbare Scanner, die eine Farbtonmessung direkt am Fahrzeug ermöglichen.
Kamera unterstützt bei der Oberflächenanalyse
Der aktuelle Irus Scan kombiniert die Farbmesstechnik mit einer digitalen Benutzerführung. Integriert sind zudem Funktionen zur Glanzmessung sowie eine hochauflösende RGB-Kamera. Diese ermöglicht eine Visualisierung der gemessenen Oberfläche in Echtzeit. Für Lackierbetriebe liegt der praktische Nutzen vor allem in der Verknüpfung der einzelnen Arbeitsschritte. Die am Fahrzeug erfassten Daten werden für die Suche nach der geeigneten Farbformel genutzt. Nach Angaben von Axalta steht dafür eine Datenbank mit mehr als zwei Millionen Farbformeln zur Verfügung. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, bereits bei der ersten Messung eine möglichst passende Formel zu identifizieren. Gerade im Werkstattalltag ist das relevant: Je weniger nachgemischt oder nachjustiert werden muss, desto geringer sind Materialverbrauch und Zeitaufwand bei der Farbtonfindung.