Für Nutzfahrzeugwerkstätten spielt neben der Bremsleistung vor allem die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Lange Standzeiten verursachen Kosten, gleichzeitig müssen Komponenten im anspruchsvollen Transportalltag zuverlässig funktionieren. Bosch hat die neuen Beläge deshalb auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Reibwert, Komfort und Verschleißverhalten ausgelegt.

Schneller zur vollen Bremsleistung

Eine speziell angeraute Oberflächenbeschichtung soll dafür sorgen, dass die Beläge bereits unmittelbar nach dem Einbau besser auf der Bremsscheibe greifen. Dadurch verkürzt sich laut Bosch die Einfahrzeit und die volle Bremsleistung wird schneller erreicht. Für Werkstätten erleichtert zudem das bereits im Lieferumfang enthaltene Zubehör die Montage.

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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verschleiß der Bremsscheibe. Nach Angaben von Bosch können die neuen Beläge deren Verschleiß gegenüber entsprechenden Erstausrüstungsbremsbelägen um bis zu 25 Prozent reduzieren. Grundlage dafür sind Tests nach ISO 26866. Eine längere Lebensdauer der Bremsscheiben kann insbesondere bei Fahrzeugen mit hohen Laufleistungen dazu beitragen, Wartungs- und Ersatzteilkosten zu senken.

Zusätzliche Prüfungen

Bosch testet die Bremsbeläge über die gesetzlichen Anforderungen hinaus nach ISO 26865 und ISO 26866. Die Prüfungen untersuchen unter anderem Einfahr- und Verschleißverhalten sowie die Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen. Auch Belastungen, wie sie beispielsweise bei längeren Bergabfahrten auftreten, werden simuliert.

Angebot wächst weiter

Für Werkstätten ist die Sortimentsbreite relevant. Die neuen Scheibenbremsbeläge sind für Lkw, Lkw-Anhänger und Busse vorgesehen. Bis Ende 2026 will Bosch das Angebot der Produktlinie verdoppeln. Damit sollen rund 90 Prozent des europäischen Nutzfahrzeugbestands abgedeckt werden.