„Die Auszeichnung mit der Gold-Medaille ist für uns eine wichtige Bestätigung, dass wir Nachhaltigkeit konsequent und strategisch in unserem Unternehmen verankern und vorantreiben. Nach der Bronze-Bewertung im Vorjahr zeigt dieser Sprung, wie ernst wir das Thema nehmen und wie konsequent wir daran arbeiten. Die Klimakrise erfordert entschlossenes Handeln, damit eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung möglich ist“, sagt Michael Hempt, CEO von Würth Österreich.

Eine wesentliche Rolle spielt der Umgang mit Klimarisiken. Das Hochwasser im Jahr 2024 verursachte am Unternehmenssitz in Böheimkirchen erhebliche Schäden. Gleichzeitig stellen längere Hitzeperioden vor allem die Beschäftigten in den 80 Würth Shops, die rund 500 Außendienstmitarbeiter sowie die Logistik vor neue Herausforderungen. Hinzu kommen schwankende Energiepreise und Risiken in internationalen Lieferketten. Würth Österreich reagiert mit Investitionen in Geothermie und Photovoltaik. Allein die Geothermieanlage soll jährlich rund 880 Tonnen CO₂ einsparen. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Firmenflotte bis 2030 zu elektrifizieren. Die Dekarbonisierungsstrategie sieht vor, die direkten und energiebezogenen Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030 um mehr als 90 Prozent zu verringern.

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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Beschaffung. Würth will seine Lieferketten transparenter gestalten und gemeinsam mit den Lieferanten Verbesserungen bei Produkten, Verpackungen, Umweltschutz sowie Menschen- und Arbeitsrechten erreichen. Besonders gute Ergebnisse erzielte das Unternehmen im EcoVadis-Rating in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Beschaffung.

Zusätzlich wurde Würth Österreich beim EcoVadis Carbon Rating mit dem Management-Level „Fortgeschritten“ bewertet. Positiv berücksichtigt wurden unter anderem die veröffentlichten Klimaziele, der Ausbau erneuerbarer Energien, die Optimierung von Flotte und Logistik sowie die Treibhausgasberichterstattung.

Die Goldmedaille versteht das Unternehmen zugleich als Auftrag für die weitere Entwicklung. Zu den nächsten Aufgaben zählen die Reduktion der Transportemissionen und die Entwicklung kreislauffähiger Produkte. Hempt fordert dafür verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit österreichische Unternehmen Klimaschutzmaßnahmen langfristig planen und im internationalen Wettbewerb bestehen können.